Berlin-Tiergarten : Polizeibeamter von Betrunkenem schwer verletzt

In der Nacht zu Sonntag wurde ein Polizeibeamter bei einem Einsatz schwer verletzt. Der Randalierer ist wieder frei, der Polizist liegt im Krankenhaus.

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Im Dauereinsatz: Rettungssanitäter in Berlin. (Symbolbild)
Im Dauereinsatz: Rettungssanitäter in Berlin. (Symbolbild)Foto: dpa

Wie das Präsidium am Sonntag mitteilte, nahm eine Funkwagenbesatzung gegen 2 Uhr an der Kurfürstenstraße Ecke Genthiner Straße Strafanzeigen wegen Körperverletzungen auf. Währenddessen näherte sich ein unbeteiligter, alkoholisierter Mann, der die Beamtin und ihren Kollegen ansprach, in englischer Sprache beleidigte und versuchte zu provozieren. Er wurde aufgefordert, den Bereich zu verlassen. Mit etwas Verzögerung kam er dem zunächst nach. Von den zwischenzeitlich angeforderten Unterstützungskräften verblieb dann noch nach Beruhigung der Lage eine weitere Funkwagenbesatzung am Ort. Plötzlich kam der Mann zurück und sprach die Polizisten erneut an. Die Kollegen des zweiten Funkwagens kümmerten sich dann um den Störer. Er soll die Polizisten auf Englisch beschimpft haben, woraufhin diese einen weiteren Platzverweis aussprachen. Plötzlich soll der Pöbler eine Plastikflasche in Richtung der Beamten geworfen haben. Dabei wurden sie von der herausgespritzten Flüssigkeit getroffen. Daraufhin entschlossen sich die Einsatzkräfte, den Mann vorläufig festzunehmen. Zunächst schlug und trat der Mann um sich, wobei er einen Polizisten am Bein mit einem Tritt traf. Anschließend soll sich der Randalierer offenbar bewusst nach hinten fallen gelassen haben, riss die beiden Beamten zu Boden und fiel auf das Bein des anderen Kollegen. Dieser blieb verletzt auf dem Gehweg liegen. Den anderen Kollegen gelang es dann, den Mann festzunehmen. Der Polizist der am Boden verletzt liegen geblieben war, wurde von Rettungssanitätern in ein Krankenhaus gebracht, in dem er stationär mit einem Beinbruch aufgenommen werden musste. Die anderen Kollegen blieben unverletzt. Der Festgenommene im Alter von 28 Jahren wurde zur Gefangenensammelstelle gebracht und nach einer Blutentnahme entlassen.

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