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Folgenschwerer Unfall in Berlin-Neukölln : Motorrad rast auf BVG-Aufzug zu - ein Toter

Dramatischer Unfall auf der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Ein Motorradfahrer stürzt, prallt gegen eine Absperrung und stirbt. Seine Maschine fliegt weiter und kracht in eine Gruppe Fußgänger - mit schweren Folgen.

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Drei Menschen warteten auf den Aufzug, als sie vom Motorrad getroffen wurden. Foto: dpa
Drei Menschen warteten auf den Aufzug, als sie vom Motorrad getroffen wurden.Foto: dpa

Ein folgenschwerer Unfall mit einem verunglückten Biker, seiner Maschine und unbeteiligten Passanten hat sich am Dienstagabend in Neukölln ereignet. Laut Polizei und Feuerwehr stürzte der Motorradfahrer nach dem Beschleunigen an einer grünen Ampel. Einem Polizeisprecher zufolge habe er so stark beschleunigt, dass sich das Vorderrad vom Boden abhob und er nur noch auf dem Hinterrad fuhr.

Eine Familie am Aufzug wird getroffen

Der Fahrer rutschte über die Fahrbahn und prallte gegen einen Schutzgitterpfahl. Er starb noch am Unfallort. Seine Maschine wurde bis zu einem Aufzug des S- und U-Bahnhofes Neukölln an der Karl-Marx-Straße geschleudert. Nach Auskunft der Feuerwehr aus der Nacht zu Mittwoch soll das Motorrad laut Augenzeugenberichten möglicherweise sogar durch die Luft und über eine Brüstung hinweg geflogen sein. Vor dem Aufzug standen Menschen. Bei dem Zusammenprall, der sich auf der Mittelinsel ereignete, wurde eine 52-jährige Frau schwer verletzt. Sie musste in einem Krankenhaus notoperiert werden und liegt aktuell auf der Intensivstation. Ihre 32-jährige Tochter und ihre zweijährige Enkeltochter wurden leicht verletzt und konnten ambulant behandelt werden.

Der Verkehr war während der Arbeit der Rettungskräfte lange unterbrochen. Zur Identität der Opfer war zunächst noch nichts Genaues bekannt. Viele Zeugen des Geschehens waren schwer geschockt.

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