Fremdenfeindliche Übergriffe : Afrikaner mit Messer bedroht, Flüchtlinge beschimpft

Ein Mann aus Guinea-Bissau wurde am Freitag in Marzahn fremdenfeindlich attackiert. Und in Köpenick riefen Jugendliche vor Flüchtlingen rechtsextreme Parolen.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Der 21-jährige Mann aus Guinea-Bissau wurde gegen 21 Uhr in einem Zug der S75 von einem alkoholisierten 36 Jahre alten Fahrgast mit einem Messer bedroht und fremdenfeindlich beschimpft. Der Täter stieß jedoch auf den Widerstand anderer Fahrgäste, die sich zwischen ihn und den Afrikaner stellten. Nachdem beide Männer am S-Bahnhof Springpfuhl ausgestiegen waren, setzte der 36-Jährige seine Beschimpfungen fort und forderte den Jüngeren zum Kampf auf. Daraufhin ergriff der 21-Jährige eine Flasche und versetzte dem Angreifer nach Zeugenaussagen einen Fausthieb. Passanten verständigten unterdessen die Polizei. Bevor Beamte der Bundespolizei anrückten, versuchte der Täter zu flüchten, er wurde jedoch wenig später am Helene-Weigel-Platz vorläufig festgenommen und muss nun mit einer Anzeige rechnen. Doch auch der Faustschlag des 21-Jährigen könnte rechtliche Folgen haben. Gegen ihn leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen Körperverletzung ein.

Zwei 15 und 16-jährige Jugendliche standen vor dem Flüchtlingsheim

In Köpenick standen am Freitag gegen 21.10 Uhr zwei Jugendliche vor einer Flüchtlingsunterkunft in der Straße Alter Markt und riefen "volksverhetzendeWorte" in Richtung des Gebäudes, so die Polizei. Passanten alarmierten die Polizei. Die 15 und 16 Jahre alten mutmaßlichen Täter wurden vorläufig festgenommen und nach der Feststellung ihrer Personalien den Eltern übergeben.

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