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Nach Steinwürfen auf SPD-Bürgerbüro in Berlin-Gesundbrunnen : Innensenator Henkel wirft Tätern Feigheit vor

Das Bürgerbüro des SPD-Politikers Ralf Wieland in der Bellermannstraße wurde in der Nacht zu Mittwoch wieder Ziel von Steinewerfern. Eine Scheibe wurde beschädigt.

von und Timo Kather
Das Bürgerbüro des SPD-Politiker Ralf Wieland in Gesundbrunnen war erneut Ziel einer Attacke. Unser Bild zeigt eine Beschädigung einer Attacke aus dem Januar.
Das Bürgerbüro des SPD-Politiker Ralf Wieland in Gesundbrunnen war erneut Ziel einer Attacke. Unser Bild zeigt eine Beschädigung...Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Das Bürgerbüro des SPD-Politikers Ralf Wieland ist in der Nacht zu Mittwoch erneut von unbekannten Steinewerfern angegriffen worden. Eine Polizeistreife hatte kurz nach 0 Uhr eine gesprungene Fensterscheibe an den Räumlichkeiten in der Bellermannstraße bemerkt. Laut Polizei hatten der oder die Täter sogenannte "Kleinpflastersteine" auf das Büro geworfen. Eine Fensterscheibe sprang, ging aber nicht vollständig zu Bruch.

Zwei Angriffe in fünf Wochen

Ralf Wieland ist der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses. Erst vor gut einem Monat am 19. Januar war das Büro beschmiert und beschädigt worden. Die Täter hatten einen Slogan hinterlassen, der Bezug auf die Rigaer Straße 94 nimmt.

Das linke Szeneobjekt in Friedrichshain war zuvor in einem umstrittenen Großeinsatz von der Polizei durchsucht worden. Dies zog scharfe politische Debatten nach sich.

Wie beim Vorfall im Januar ermittelt auch im jüngsten Fall der Polizeiliche Staatsschutz. Die Ermittler gehen von einer politisch motivierten Tat aus.

Innensenator Henkel: "Feige Attacke"

Innensenator Frank Henkel (CDU) verurteilte die "feige Attacke" in einer Presseerklärung. Die "Gegner unseres demokratischen Systems" hätten erneut ihr "wahres Gesicht" gezeigt, sie würden die politische Auseinandersetzung scheue und stattdessen zu Steinen greifen. "Diese Taten zeigen deutlich, dass wir diese Radikalen nicht aus dem Blick verlieren dürfen, um Schaden von Berlin abzuhalten", schreibt Henkel.

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