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Nauen (Havelland) : Bauer erschießt Mitarbeiter des Veterinäramts

Drei Mitarbeiter des Veterinäramts kamen am Dienstagvormittag auf den Hof eines Landwirts in Nauen, um einige seiner Kühe zu beschlagnahmen. Jetzt ist einer von ihnen tot - erschossen mit einem Gewehr. Die Staatsanwaltschaft will Untersuchungshaft beantragen.

Auf seinem Hof hat ein Landwirt einen Veterinärbeamten erschossen
Auf seinem Hof hat ein Landwirt einen Veterinärbeamten erschossenFoto: dpa

Am Dienstagvormittag kamen drei Mitarbeiter des Veterinäramts auf einen Hof im Nauener Ortsteil Klein Behnitz. Es war ein angekündigter Termin, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Brandenburg mitteilt. Die zwei Mitarbeiterinnen des Amts und ihr Kollege sollten einige der Kühe des Landwirts beschlagnahmen. "Erst ließ er sie gewähren", sagte der Sprecher. Doch dann eröffnete der 72-Jährige im Lauf der Verladung mit einem Gewehr das Feuer auf die drei Personen. Ein 61-jähriger Mitarbeiter wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb.

Auch die beiden Frauen wurden von dem Landwirt beschossen, konnten jedoch auf ein Nachbargrundstück flüchten. Von dort alarmierten sie gegen 9.45 Uhr die Polizei. Nach dem Eintreffen der Beamten konnte der Schütze, der zu diesem Zeitpunkt unbewaffnet war, festgenommen werden. Die Frauen sind nicht verletzt, stehen nach Angaben des Sprechers jedoch unter Schock.

Laut Polizei sollten die Kühe wegen nicht artgerechter Haltung beschlagnahmt werden.

Unterdessen will die Staatsanwaltschaft Potsdam für den 72-jährigen Landwirt Untersuchungshaft beantragen. Das soll am Mittwoch geschehen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Vormittag mitteilte.

ffe (mit dpa)

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