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Polizeieinsatz in Berlin-Moabit : Verfolgungsjagd mit Tempo 100 endete am Baum

Wieder hat es in der Nacht zu Dienstag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei gegeben. Diesmal endete die Flucht durch Berlin-Moabit an einem Baum. Drei Männer wurden festgenommen - einer ist als Intensivtäter bekannt. Der Fahrer hatte keinen Führerschein. Auch Kokain-Verdacht besteht.

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Die Polizei wollte gegen Mitternacht einen Phaeton, der ihnen aufgefallen war, in Wedding stoppen. Doch der Fahrer des Wagens ignorierte die Anhaltesignale der Polizei und gab Gas. Ähnlich wie bei anderen Verfolgungsfahrten in den vergangenen Tagen, interessierten den Fahrer rote Ampeln nicht. Der Fluchtwagen soll teilweise mit Tempo 100 durch das Regierungsviertel gerast sein. An der Kreuzung Alt-Moabit Ecke Thusnelda-Allee verlor der Fahrer dann die Kontrolle über seinen schwarzen Wagen und prallte gegen ein geparktes Motorrad und einen Baum. Das Zweirad war dabei zerquetscht worden. Zwei Insassen konnten sofort festgenommen werden. Der 23-jährige Fahrer hingegen flüchtete zunächst in den nahe gelegenen Park. Doch wenige Minuten später fassten die Beamten auch ihn. Alle drei Männer liegen im Krankenhaus, weil sie sich bei rücksichtslosen Flucht verletzt hatten.

Der 23-jährige Fahrer gehört einer arabischen Großfamilie an und hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Einen Führerschein konnte er nicht vorzeigen. Bei der Polizei gilt er als ehemaliger Intensivtäter. Der 19 Jahre alte Beifahrer steht als aktueller Intensivtäter in den Polizeiakten. Der dritte Insasse, er soll türkischer Herkunft sein, ist bislang nicht aktenkundig. Im Auto fanden die Beamten Cannabis und Kokain. Die Polizei prüft daher auch, ob der Fahrer unter Drogeneinfluss am Steuer saß. Zudem entdeckten die Beamten im Fahrzeug Werkzeug, bei dem nicht ausgeschlossen ist, dass es für Einbrüche verwendet worden sein könnte. Auch dies wird überprüft. Der Phaeton ist auf einen Mann zugelassen, der eine Fahrzeugvermietung betreibt. Die Polizei durchsuchte die Wohnungen der drei Männer in Kreuzberg. Sichergestellt wurde dort nichts. Die Ermittlungen dauern an.

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