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Rangsdorf : Hammerattacke: Versuchter Totschlag in Regionalexpresszug

26.12.2012 13:39 Uhrvon

UpdateBei einer Hammerattacke ist am Heiligabend ein 26-jähriger Mann in einem Regionalexpresszug bei Berlin schwer verletzt worden.

Für einen 26-Jährigen Berliner endete der Heiligabend nach einer brutalen Attacke im Krankenhaus. Er war in den Abendstunden in einem Regionalexpresszug von einem offenbar psychisch gestörten Mann mit einem Hammer angegriffen und dabei schwer verletzt worden. Der 51-Jährige sitzt inzwischen in einer psychiatrischen Anstalt. Am heutigen Donnerstag wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nähere Auskünfte zu dem Fall geben. Sie ermitteln wegen versuchten Totschlags.
Fest steht bislang, dass der 26-Jährige Mann im Regionalexpress 7 unterwegs war, der vom Dessau über Potsdam und Berlin nach Wünsdorf fährt. Am Bahnhof Rangsdorf (Teltow-Fläming) stieg dann um 18.35 Uhr ein 51-Jähriger Mann aus dem Landkreis Teltow-Fläming in den Zug in Richtung Wünsdorf zu.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat sich der Mann zunächst in dasselbe Abteil gesetzt, in dem auch der Berliner saß. Dann aber ist er auf den 26-Jährigen zugegangen und hat plötzlich mit einem Hammer mehrfach auf dessen Kopf eingeschlagen.
Andere Fahrgäste gingen jedoch dazwischen und verhinderten noch Schlimmeres. Sie alarmierten den Zugbegleiter und hielten den Angreifer fest, bis die Polizei kam. Die Beamten nahmen den 51-jährigen Täter vorläufig fest und stellten den Hammer sicher. Rettungskräfte brachten den 26-Jährigen in ein Berliner Krankenhaus, wo er stationär behandelt wird. Es geht ihm offenbar inzwischen so gut, dass er von den Ermittlern zur Tat befragt werden konnte.
Auch der 51-Jährige äußerte sich in der Vernehmung zu der Tat. Was die Ermittler in dem Fall besonders stutzig macht und über das Motiv rätseln lässt, ist vor allem, dass Täter und Opfer sich nach bisherigem Erkenntnisstand überhaupt nicht kennen. Ebenso unklar ist, warum der Täter so völlig unvermittelt und brutal auf den Berliner losgegangen ist.

Nach den ersten Ermittlungsmaßnahmen wurde der Täter am Nachmittag des ersten Weihnachtsfeiertages einem Haftrichter am Amtsgericht Potsdam vorgeführt. Die Polizei hatte bei der Staatsanwaltschaft angeregt, den Mann zu inhaftieren. Der Potsdamer Amtsrichter erließ jedoch einen Unterbringungsbefehl, der 51-Jährige Angreifer wurde daraufhin in die Psychiatrie gebracht.
Jetzt, nach den Feiertagen, wollen die Ermittler noch weitere Zeugen vernehmen. In dem weiteren Verfahren gehe es vor allem darum, die genaue Motivationslage bei dem Beschuldigten zu klären, wie es von der Polizei hieß.

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