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Raser in Berlin-Neukölln : Taxi überholte Zivilstreife mit Tempo 182

Diese nächtliche Rekord-Raserei wird teuer für einen Taxifahrer: 1360 Euro Strafe, der Führerschein drei Monate weg.

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Foto: dpa

Zivilfahnder der Autobahnpolizei haben in der Nacht zu Sonnabend in Neukölln ein Taxi gestoppt. Der Mercedes Vito fuhr kurz vor 2 Uhr mit sehr hoher Geschwindigkeit an der Zivilstreife an der Anschlussstelle Adlershof auf der BAB 113 vorbei, woraufhin der Videowagen ihm folgte.

Kurz darauf beschleunigte der Taxifahrer seinen Wagen mit Fahrgästen bei erlaubten 60 km/h kurzzeitig auf 182 km/h. In Höhe von Mitarbeitern der Autobahnmeisterei, die dort in der Nacht die Fahrbahn reinigten, bremste der Taxifahrer sein Fahrzeug etwas ab und fuhr an den Arbeitern mit 165 km/h vorbei. An der Anschlussstelle Grenzallee konnten die Polizisten den Wagen stoppen.

Der Taxifahrer muss mit einem Bußgeld von 1360 Euro rechnen und in der Folge dann das Chauffieren von Fahrgästen für drei Monate seinen Kollegen überlassen müssen.

Der 47-jährige Taxifahrer dürfte mit dieser Fahrt in die nächste einen Spitzenplatz in der nächsten Unfallbilanz sicher haben, abzüglich der Toleranz wird ihm Tempo 163 vorgeworfen. Er hat also nach Berechnung der Polizei die Höchstgeschwindigkeit um satte 171 Prozent überschritten.

In den vergangenen beiden Jahren waren die Spitzenraser mit 162 bzw.167 bei erlaubten 60 unterwegs, wie den jährlichen Berichten des Präsidiums zu entnehmen ist. Dabei ist der sogenannte Toleranzwert von der Polizei bereits abgezogen. Der Taxifahrer bekommt ein Bußgeld von 1360 Euro, also das Doppelte des Regelsatzes. Bei besonders groben Verstößen geht die Berliner Polizei von Vorsatz aus und verdoppelt die Strafe. Seinen Führerschein muss er für drei Monate abgeben. Wie lange er seinen Personenbeförderungsschein verlieren wird, muss die Fahrerlaubnisbehörde des Landes entscheiden.

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