Prozess um Zuhälterei : Mit „Loverboy“-Masche zur Prostitution gedrängt

Mit der sogenannten Loverboy-Masche soll ein Fitnesstrainer aus Spandau junge Frauen zur Prostitution gedrängt haben. Der 30-Jährige steht seit heute vor dem Landgericht. Mitangeklagt ist auch ein 27-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Zuhälterei vor.

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Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Ein Fitnesstrainer soll sich die Liebe und das Vertrauen junger Frauen erschlichen haben, um sie in die Prostitution zu drängen. Als mutmaßlicher „Loverboy“ steht der 30-Jährige aus Spandau seit Mittwoch vor dem Landgericht. Mitangeklagt ist ein 27-Jähriger. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Zuhälterei vor. Drei Frauen im Alter von 17 bis 22 Jahren werden in der Anklage als Opfer benannt, die sexuell ausgebeutet worden seien.

In einem Online-Flirtportal soll Florian S. auf die Suche gegangen sein. Erst habe sich eine 21-Jährige in ihn verliebt, ein Jahr später eine 17-Jährige. Sie hätten auf eine feste Beziehung gehofft, heiß es in der Anklage. Als sie ihm hörig waren, soll er von Geldproblemen gesprochen und Prostitution als angeblichen Ausweg ins Spiel gebracht haben. Die 17-Jährige habe er schließlich für 150 Euro die Stunde im Internet angeboten. Drei Monate habe sie vier bis fünf Freier am Tag bedient. Die Erlöse hätten ihr die Angeklagten abgenommen. Zu Beginn des Prozesses schwiegen die Männer.

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