• Randale in Berlin-Schöneberg: Chaoten schleudern Böller und attackieren Passanten: mehrere Verletzte

Randale in Berlin-Schöneberg : Chaoten schleudern Böller und attackieren Passanten: mehrere Verletzte

Halloween-Randale in Schöneberg: Rund 100 Jugendliche und Erwachsene bewarfen am Dienstagabend Passanten und Autos mit Krachern und attackierten Fußgänger sowie Polizisten.

Die Berliner Polizei im Einsatz.
Die Berliner Polizei im Einsatz.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Kanonenschläge, Geschrei, Handgemenge und heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei: Rund hundert Jugendliche und Erwachsene haben am Dienstag nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Kreuzungsbereich Potsdamer Straße/Pallasstraße in Schöneberg randaliert. Gegen 18 Uhr riefen Anwohner wegen des Lärms erstmals die Polizei. Als die Beamten anrückten, warfen zahlreiche junge Männer wahllos Böller und andere, teils verbotene Feuerwerkskörper auf die Straße und gegen Autos.

Ein Motorradfahrer erlitt ein Knalltrauma

Angesichts der Polizeipräsenz entfernte sich die Gruppe, kam aber etwa eine Stunde später zurück, um erneut zu böllern. Laut Polizei waren überwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund beteiligt. Sie schleuderten ihre Feuerwerkskörper auf vorbeifahrende Busse und Pkw's sowie gegen die Fensterscheiben von Wohnungen. Dabei wurde ein 48-jähriger Motorradfahrer von einem explodierenden Kracher am Kopf getroffen. Er musste stark abbremsen und erlitt ein Knalltrauma.

Zwei junge Männer traten auf den Passanten ein

Als ein 47-jähriger Passant, der mit seiner Enkeltochter unterwegs war, zwei Jugendliche festhalten wollte, schlugen diese heftig auf ihn ein. Er stürzte zu Boden und wurde dort von den beiden noch mehrfach getreten und dabei am Kopf leicht verletzt. Polizeibeamte nahmen die zwei 15 und 16-jährigen mutmaßlichen Täter wenig später fest. Bei seiner Überprüfung griff der 15-Jährige zwei Beamte an und fügte ihnen leichte Verletzungen zu. Gegen ihn und den 16-Jährigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Da die Polizeistreifen ständig bei ihrem Einsatz behindert wurden, riefen sie Verstärkung herbei. Doch erst gegen 22 Uhr beruhigte sich die Lage.

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