Berlin : Republikanische Prinzessin

Botschafterin Ugandas lud zum Empfang

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Uganda? Viele denken da noch an Idi Amin, aber das ist lange her. Die Botschafterin der Republik Uganda, Prinzessin El izabeth Bagaaya , möchte endlich ein neues Bild ihres Landes vermitteln. Deshalb lud sie am Dienstagabend zum ersten Mal seit dem Regierungsumzug zu einer Feier des ugandischen Unabhängigkeitstages ein. Als sie ihren Posten antrat, habe es geheißen, dafür sei kein Geld da, erzählte sie den Gästen, die sich im Haus der Commerzbank am Pariser Platz zusammengefunden hatten. Sie ruhte nicht, bis sie genug Sponsoren gefunden hatte, die ihr halfen, das Fest zu verwirklichen.

In ihrer Rede ging die mit goldener Kappe und einem herzbestickten weißen Gewand prächtig gekleidete Prinzessin ausführlich auf den sozialen Wandel in ihrer Heimat ein. Auch dieses Fest sei ein Zeichen dafür, dass die Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und Niederlagen nicht mehr akzeptierten, sondern überwinden wollen. Zum ersten Mal in der Geschichte gebe es keine Diktatur mehr. Das Auswärtige Amt vertrat der Leiter des Referats Ostafrika, Reiner Morell . Er lobte die sehr guten bilateralen Beziehungen und betonte, dass die Chancen, auch den Bürgerkrieg im Norden zu überwinden, nie so gut gewesen seien.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte der Auftritt der eigens eingeflogenen „Ndere Troupe“, die lebensfreudige Tänze aufführte, ein Trommelkonzert gab, und die deutsche Nationalhymne auf traditionellen afrikanischen Instrumenten intonierte. Der Bandleader machte aus seiner Freude über diesen Auftritt kein Hehl und erzählte, dass man in seiner Heimat einen sehr geschätzten Menschen mit „Meine Milch“ anredet, wie hier „Mein Schatz“, weil Milch dort etwas sehr Wertvolles sei. Eigentlich sollte King Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV of Toro-Uganda die Zeremonie leiten. Doch der erst 15-jährige Neffe der Botschafterin musste kurzfristig absagen. Vielleicht habe er kein schulfrei bekommen, mutmaßte ein Gast.

Mit dabei waren unter anderem der apostolische Nuntius Erwin Josef Ender und Botschafter a.D. Bernhard von der Planitz , Bei der Organisation hatte unter anderem die Organisation „Das Corps“ unter der Leitung ihres Gründers Alexander Wolf geholfen. Ilka Hartmann , die seit langem bei der Commerzbank Kontakte zu den Botschaften pflegt, erzählte, dass derzeit Afrika für viele Unternehmen als Investitionsort hochinteressant sei. Bi

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