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Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain : Erneut ein Protestmarsch gegen Gentrifizierung

Rund 100 Demonstranten protestierten am Samstagnachmittag bei einem Zug durch Friedrichshain friedlich gegen das Neubauprojekt "Carré Sama Riga".

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Schon wieder ein Marsch durch Friedrichshain - diesmal friedlich.
Schon wieder ein Marsch durch Friedrichshain - diesmal friedlich.Foto: Jörn Hasselmann

Eine Woche nach der Krawalldemo in der Rigaer Straße wurde am Sonnabend erneut gegen Neubauten und Gentrifizierung in Friedrichshain demonstriert. Rund 100 Menschen sammelten sich am Nachmittag am S-Bahnhof Frankfurter Allee, gegen 16.30 Uhr startete ihr Zug. Das Motto lautete Neubauprojekt "Carré Sama Riga verhindern - Baustopp für neue Luxusbauten."

Wie berichtet, plant ein Investor in der Rigaer Straße 71-73A Neubauten auf dem Areal einer ehemaligen Möbelfabrik, dazu wurden gerade zwei denkmalgeschützte Altbauten abgerissen. "Viele Nachbar_innen sehen in dem kurzfristigen Abriss eine Kriegserklärung der Investoren und sind jetzt erst recht wütend", hieß es in einem Aufruf der linken Szene.

Die Polizei erwartete im Vorfeld - anders als am vergangenen Sonnabend - keine Ausschreitungen.  Und tatsächlich startete der Zug friedlich, es blieb bei einigen martialischen Rufen wie "Wer hier kauft, kauft Ärger" und Reimen wie "Keine Rendite mit der Miete". Nach einer knappen Stunde kamen die Demonstranten ohne Zwischenfälle am Objekt ihrer Kritik an.


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