• Saison nicht nur in Beelitz eröffnet: Der Spargel ist da - und hier sind die besten Höfe

Saison nicht nur in Beelitz eröffnet : Der Spargel ist da - und hier sind die besten Höfe

Zum Auftakt der Erntesaison kostet das Kilo Beelitzer Spargel ... ja, wie viel eigentlich? Teurer ist er geworden, denn die Erntehelfer erhalten mehr Lohn. Hier finden Sie alle Informationen zum Start der Spargelsaison in Brandenburg - und die besten Spargelhöfe in der Region

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Weiße Pracht. Spargelkönigin Dana Beiler herrscht diese Saison über die Felder rund um Beeskow.
Weiße Pracht. Spargelkönigin Dana Beiler herrscht diese Saison über die Felder rund um Beeskow.Foto: Ralf Hirschberger / dpa

Die Liebhaber des Spargels können aufatmen: Das Gemüse sprießt, und die befürchtete Preiserhöhung wegen des Mindestlohnes für Erntehelfer hält sich in Grenzen. Beim Saisonauftakt in Zauchwitz bei Beelitz waren die Bauern bester Stimmung. Auch die mehr als 100 Schaulustigen, die mit der neuen Königin Dana Bailer aus Beelitz und Agrarminister Jörg Vogelsänger das erste offizielle Stechen der weißen Stangen auf einem mit Wärmefolien bedeckten Feld verfolgten.

Die beste Sorte kostet derzeit 12,80 Euro pro Kilogramm, aber auch die Qualität für zehn Euro kann sich sehen lassen. Gegenüber dem Preis von knapp acht Euro pro Kilo für griechischen Spargel im Supermarkt ist das zwar ein großer Unterschied. Aber im Laufe der Saison verbilligt sich erfahrungsgemäß auch der Beelitzer Spargel.

Nach der Rekordernte hat sich die Anbaufläche in Brandenburg vergrößert

„Pro Kilo mussten wir im Vergleich zum Vorjahr den Preis um 20 bis 30 Cent anheben“, sagte der Spargelbauer Ernst-August Winkelmann vom Erlebnishof in Klaistow. „Damit reagieren wir vor allem auf die höheren Kosten unserer Lieferanten und die höhere Entlohnung der Erntehelfer.“ Dafür sei die Ware wieder frisch und von bester Qualität.

Nach der Rekordernte im vergangenen Jahr hat sich die Anbaufläche in Brandenburg auf 4200 Hektar leicht vergrößert. Damit rangiert das Bundesland in Deutschland auf Platz drei hinter Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Fast zwei Drittel der Brandenburger Spargelernte kommen dabei aus Beelitz und Umgebung. Hier hatte die Erfolgsgeschichte im Jahre 1861 begonnen, als der Ackerbürger und Glasermeister Herrmann den ersten Beelitzer Spargel nach Berlin und die Großstädter auf den Geschmack brachte. Zu DDR-Zeiten verschwand der Spargel fast vollständig von den Speisekarten, die Felder wurden für Getreide und Viehfutter gebraucht. Längst haben sich aus den Anfängen vor 25 Jahren, als die ersten Stangen noch in improvisierten Ständen am Feldrand verkauft wurden, viele gut ausgestattete Erlebnishöfe entwickelt.

Platz für fünf Kilometer Spargeldämme

Einige Betriebe wie der Syringhof in Zauchwitz, der diesmal den Saisonstart ausrichtete, öffnen nur bis zum Ende der Spargelzeit am 24. Juni ihre Tore für Gäste. „Spargel ist für uns sehr wichtig“, sagte Inhaber Karl-Ludwig Syring. „Von unserer 1000 Hektar großen Agrarfläche entfallen auf ihn zwar nur 40 Hektar, aber die werden intensiv genutzt.“ Das verdeutlichte er mit einer Rechnung: Ein Hektar Spargelanbaufläche bietet in der Regel Platz für fünf Kilometer Spargeldämme. Auf 40 Hektar sind dies also 200 Kilometer, was etwa einer Strecke von Beelitz bis Dresden entspricht. 80 ausländische Erntehelfer unterstützen die Syrings in der Spargelzeit.

Auf allen Höfen rund um Beelitz kann man den Spargel kaufen oder gleich verspeisen. Überall gibt es inzwischen einen Streichelzoo und Spielgeräte für Kinder. Der größte Hof in Klaistow feiert an diesem Wochenende sein 25-jähriges Bestehen. Auch da werden die Besucher auf die neue Spargelkönigin Dana Beiler treffen – sie ist nicht zu übersehen.

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