SERIE : Fleischlos glücklich Tagesspiegel- Kochakademie

Schmeckt wie Filet, ist aber rein pflanzlich. Geht nicht? Geht doch! Björn Moschinski, prominenter Vegan-Koch, zeigt in zwei Workshops, dass seine leckere Küche null Verzicht bedeutet.

von und Eine Serie von Susanne Leimstoll
Strahlemann im Gemüsebett. Ich liebe diese Art zu kochen, seit ich denken kann“, sagt „Kopps“-Küchenchef Björn Moschinski über vegane Ernährung. Tagesspiegel-Lesern zeigt er die Gourmetvariante,  Motto: fleischlos ist niemals reizlos. Fotos: Kai-Uwe Heinrich
Strahlemann im Gemüsebett. Ich liebe diese Art zu kochen, seit ich denken kann“, sagt „Kopps“-Küchenchef Björn Moschinski über...

Diesmal verlassen wir mit unserem Workshop die gewohnten Gleise – und kochen vegan. Das ist ein Trend seit geraumer Zeit, und wie es scheint, gibt es schon in jeder größeren Familie jemanden, der sich komplett ohne Tierprodukte ernähren will. Berlin ist ein Zentrum dieser Bewegung, und wir haben den bekanntesten deutschen Vegan-Koch gebeten, sich bei der Arbeit über die Schulter schauen zu lassen: Björn Moschinski.

In der veganen und vegetarischen Küche gibt es zwei Richtungen: Die reine Gemüse-Küche, die ganz auf Fleisch-Anklänge verzichtet und in Richtung Rohkost geht, und eine Mischküche, die die Textur und das Aroma von Fleisch durch Soja- und Getreideprodukte wie Tofu oder Seitan ersetzt. Moschinski gehört zur zweiten Gruppe: Er betont, dass er die gutbürgerliche Hausmannkost liebt und Fleisch und Tierprodukte wie Milch, Butter oder Eier nicht aus geschmacklichen, sondern rein ethischen Gründen ablehnt. Deshalb serviert er den Gästen in seinem Restaurant „Kopps“, die längst nicht alle Vegetarier sind, auch Maultaschen, Gulaschsuppe oder Cordon bleu – nur eben mit dem etwas anderen Dreh.

Moschinski – besondere Kennzeichen: Kopftuch, Rastazöpfe, BMX-Rad – hat das Fleischessen schon als Teenager aufgegeben; die Grundlagen der veganen Küche brachte er sich zunächst autodidaktisch bei. Später lernte er den Beruf des Energie-Elektronikers, wechselte dann zum Mediendesign und gründete schließlich ein Catering-Unternehmen für die Filmbranche. Nach Praktika in mehreren vegetarischen Restaurants wie dem Biohotel Kurz in Bischofswiesen und dem Münchener „Zerwirk“ gründete er schließlich 2008 das Berliner „Mano  Verde“, das ihn bekannt machte.

Er verließ es 2010, um an eigenen Projekten zu arbeiten. Inzwischen ist er Dauergast in einschlägigen Fernsehsendungen, berät andere Betriebe und bietet in Zusammenarbeit mit der Albert-Schweitzer-Stiftung Kochkurse für Kinder an.

Im äußerst erfolgreichen neuen Restaurant „Kopps“ am Koppenplatz in Mitte setzt er nun außerdem seine Vorstellungen einer bürgerlichen veganen Küche in die Tat um. Unsere Workshop-Teilnehmer können davon garantiert profitieren.

Kopps Bar und Restaurant, Linienstr. 94, Mitte, Tel. 43 20 97 75, täglich ab 11.30 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr geöffnet, www.kopps-berlin.de. Hauptgänge um 14 Euro

HEUTE MIT

Björn Moschinski,

Kopps Restaurant

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