Sprengung einer Fliegerbombe : Chaos auf der A 115

Entwarnung: Die Bombe nahe der A 115 bei Kleinmachnow wurde gesprengt. Rund 200 Menschen können in ihre Wohnungen zurückkehren. Bei der vorherigen Sperrung der Autobahn kam es zu einer folgenschweren Panne: Zahlreiche Autofahrer saßen in einer Sackgasse fest.

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Auf der A 115 kam es am Vormittag zu einem Verkehrschaos, weil eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt werden musste.
Auf der A 115 kam es am Vormittag zu einem Verkehrschaos, weil eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt werden musste.Foto: dpa

Pendler-Chaos an der stark frequentierten Autobahn 115: Wegen der gescheiterten Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Kleinmachnow, muss die Autobahn weiter gesperrt bleiben. Die Bombe wurde dann um 14.25 Uhr gesprengt. Eine Viertelstunde später kam die Entwarnung, die Autobahn wurde wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Entschärfer vom brandenburgischen Kampfmittelbeseitigungsdienst stellten fest, dass die Zünder des Blindgängers verklemmt seien. Deshalb müsse die 250-Kilo-Bombe durch eine kontrollierte Sprengung unschädlich gemacht werden, hieß es. Die Autobahn, der Teltowkanal sowie Teile von Wohngebieten und Waldflächen blieben daher länger gesperrt als geplant. Die umliegenden Wohnungen und Häuser von etwa 200 Menschen in
Kleinmachnow, Stahnsdorf und Berlin mussten evakuiert werden. Geräumt wurde auch ein am Kanal gelegener Campingplatz. Geschlossen ist auch der Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Bombensprengung in Stahnsdorf
Am Mittwochvormittag wurde eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Waldstück bei Kleinmachnow gesprengt. Die Sprengung riss einen riesigen Krater in die Erde.Alle Bilder anzeigen
1 von 6Foto: dpa
07.11.2012 16:59Am Mittwochvormittag wurde eine 250-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Waldstück bei Kleinmachnow gesprengt. Die...

Außerdem musste die Autobahn 115 gesperrt werden, was einen Verkehrschaos auslöste. Betroffen von der Sperrung in Berlin stadtauswärts ist die Avus zwischen dem Dreieck Funkturm und Babelsberg. Da es wegen Bauarbeiten ohnehin öfter zu Staus kommt, dürften Autofahrer im Südwesten Berlins zusätzliche Probleme bekommen.

Bei der Sperrung der Autobahn stadteinwärts kam es zu einer für zahlreiche Pendler folgenschweren Panne. Ursprünglich sollte das Teilstück zwischen der Anschlussstelle Babelsberg und dem Kreuz Zehlendorf ab 12 Uhr gesperrt werden – worauf sich Pendler eingestellt hatten. Stattdessen war aber schon ab 11 Uhr alles dicht, aber nicht ab der Anschlussstelle Babelsberg, sondern an dem dahinter liegenden Autobahnrastplatz Parforceheide. Zahlreiche Autofahrer fuhren also praktisch in eine Sackgasse. Es kam zu chaotischen Zuständen. Die Autofahrer wendeten auf der Autobahn, um zur Abfahrt zurückzufahren. Schließlich entschied die Einsatzleitung die Sperrung der Autobahn für einige Minuten aufzuheben, damit die eingekesselten Autofahren weiterfahren konnten. Die Sperrlinie wurde dann an der Abfahrt Babelsberg gezogen.

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