Stadtreinigung in Berlin : BSR soll bald weitere 35 Parks putzen

Weil das "Pilotprojekt Parkreinigung" so erfolgreich war, soll es erweitert werden. Das Budget für die Parkreinigung wurde verdoppelt.

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Weil sie ihren Job so gut gemacht hat, soll die BSR zukünftig noch mehr Berliner Parks sauber halten.
Weil sie ihren Job so gut gemacht hat, soll die BSR zukünftig noch mehr Berliner Parks sauber halten.Foto: dpa/Gregor Fischer

Die Arbeit geht bekanntlich dorthin, wo sie gemacht wird. Diese alte Büroweisheit gilt ähnlich auch für öffentliche Grünanlagen: Weil das im Sommer 2016 gestartete „Pilotprojekt Parkreinigung“ so gut läuft, soll es deutlich ausgeweitet werden. Bisher beschränkt es sich auf zwölf Grünanlagen, in denen statt der personell ausgezehrten Bezirke die BSR putzt – zur großen Zufriedenheit der Passanten, wie eine Umfrage ergab.

Nun haben Wirtschafts- und Finanzverwaltung vereinbart, das für die Parkreinigung veranschlagte Budget von 4,4 auf 8,8 Millionen Euro zu verdoppeln. Welche zusätzlichen Flächen die BSR dafür reinigen soll, wird zwischen den beteiligten Senats- und Bezirksverwaltungen in den nächsten Wochen noch abgestimmt, aber zumindest eine vorläufige Liste gibt es nach Auskunft der Wirtschaftsverwaltung schon. Auf ihr stehen 35 Orte in allen Bezirken, darunter prominente wie Lustgarten und Monbijoupark, Helmholtz- und Kollwitzplatz, der Flughafensee in Tegel und die Ronnebypromenade am Wannsee. Tempelhof-Schöneberg ist mit sechs Orten – darunter drei Spielplätze – am stärksten vertreten.

Vor allem die Touristenzentren sollen sauber gehalten werden

„Wir legen den Schwerpunkt auf Plätze, welche touristisch stark beansprucht werden“, erklärt Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Das solle die Nachbarschaft entlasten und zur Akzeptanz des für die Stadt lukrativen Tourismus beitragen.

Beschlossen werden muss nicht nur die Liste, sondern auch die Budgeterhöhung, über die das Abgeordnetenhaus mit dem nächsten Doppelhaushalt abstimmt. Die schon diskutierte Idee, der BSR die Zuständigkeit für alle Parks zu übertragen, scheitert vorerst an den auf 130 Millionen Euro geschätzten Kosten.

Bei der BSR heißt es, dass selbst die Umsetzung der aktuellen Pläne noch im Detail mit den Bezirken geregelt werden müsse. Erfahrungsgemäß brauche man vom Beschluss bis zum ersten Einsatz ein halbes Jahr Vorlauf.

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