Streit um Dragonerareal in Kreuzberg : Finanzsenator hofft auf Einigung

Der Verkauf des Dragonerareals in Kreuzberg ist erneut vertagt worden. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen hofft, in den nächsten Wochen eine Lösung zu finden.

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Das das Dragonerareal hinterm dem Finanzamt Kreuzberg.
Das das Dragonerareal hinterm dem Finanzamt Kreuzberg.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Im Bundesratsfinanzausschuss ist die Entscheidung zum Verkauf des Dragonerareals in Kreuzberg erneut vertagt worden, dem Vernehmen nach mit 12:4 Stimmen. Das Thema war auf Betreiben des Bundes kurzfristig auf die Tagesordnung gesetzt worden. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) verhandelt seit Monaten mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über eine Rückabwicklung bzw. Neuverhandlung des Verkaufs an eine Wiener Investorengesellschaft. Zu den jetzigen Konditionen sei „Wohnen zu sozialverträglichen Bedingungen“ auf dem Areal kaum möglich, sagte der Senator im Ausschuss.

Bei den Gesprächen gebe es Fortschritte

Die Investoren hatten 36 Millionen Euro für das knapp fünf Hektar große Grundstück bezahlt. Bei den Gesprächen mit dem Bund gebe es Fortschritte, Kollatz-Ahnen hoffe, in den nächsten Wochen eine Lösung zu erreichen, sagte seine Sprecherin Eva Henkel. Dabei geht es generell um eine neue Liegenschaftspolitik. Derzeit verhandelt der Senat über den Ankauf von 4600 Bundeswohnungen.

Auch die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Monika Herrmann (Grüne), spricht sich gegen den Verkauf aus. „Unsere Befürchtung im Bezirksamt, in der Bezirksverordnetenversammlung und in weiten Teilen der Bevölkerung Kreuzbergs ist, dass die Firma ,Global Property Invest’ aus Österreich dieses Gelände für hochpreisigen Wohnungsbau nutzen möchte“, schreibt Herrmann in einem Brief an den Deutschen Städte- und Gemeindebund.

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