• Streit um "Politik tötet Radfahrerin": Strößenreuther entschuldigt sich bei Gaebler

Streit um "Politik tötet Radfahrerin" : Strößenreuther entschuldigt sich bei Gaebler

Auch einigen Fahrradaktivisten geht die Schärfe des Tonfalls mittlerweile zu weit. Heinrich Strößenreuther entschuldigte sich am Mittwoch bei „Gaebler als Mensch“.

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Heinrich Strößenreuther, Organisatoren von "Volksentscheid Fahrrad" entschuldigt sich bei Christian Gaebler.
Heinrich Strößenreuther, Organisatoren von "Volksentscheid Fahrrad" entschuldigt sich bei Christian Gaebler.Foto: Sophia Kembowski/dpa

"Politik tötet Radfahrerin" – mit dieser These hat der Initiator des Fahrrad-Volksentscheids, Heinrich Strößenreuther, viele Politiker verärgert und selbst Radaktivisten verstört. Nach dem Tod der 32-Jährigen Frau unter einem nach rechts abbiegenden Lkw in Moabit am Sonntag machte Strößenreuther auf Twitter den SPD-Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler persönlich für den tödlichen Unfall verantwortlich: "Seit Amtsantritt Hr. Gaebler sind 25 - 30 Prozent mehr Radfahrer leicht verletzt worden", schrieb Strößenreuther. Auch einigen Fahrradaktivisten geht die Schärfe des Tonfalls mittlerweile zu weit.

Keine Kreuzung sei umgebaut worden

Die grüne Spitzenkandidatin Antje Kapek sagte der "Berliner Zeitung": "Die Initiative ist eindeutig übers Ziel hinausgeschossen". Heinrich Strößenreuther entschuldigte sich am Mittwoch bei "Gaebler als Mensch". Gemeint mit der Kritik sei Gaebler in seiner Funktion als Staatssekretär. Denn in der Sache beharrt der Aktivist darauf, dass der Senat versage beim Schutz von Radfahrern. Keine Kreuzung, auf der ein Radfahrer getötet wurde, sei umgebaut worden.

Gaebler spart auf Twitter zuweilen auch nicht mit Kritik: Im Sommer schrieb er über Strößenreuther: "Polarisieren und abqualifizieren, schlechter Stil." In den letzten Tagen hat sich Gaebler nicht öffentlich geäußert.

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