Terror in Berlin : Chanukka-Fest im Gedenken an Terroropfer

Sohn der ermordeten Israelin entzündet vierte Kerze des Chanukkaleuchters am Brandenburger Tor.

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Rabbi Shmuel Segal (r) übergibt die Fackel an den Israeli Or Elyakim, Sohn eines der Opfer vom Breitscheidplatz. Foto: AFP/John MACDOUGALL
Rabbi Shmuel Segal (r) übergibt die Fackel an den Israeli Or Elyakim, Sohn eines der Opfer vom Breitscheidplatz.Foto: AFP/John MACDOUGALL

Seit dem 24. Dezember wird an dem achtarmigen Chanukkaleuchter am Brandenburger Tor ein Licht entzündet. In diesem Jahr ist das jüdische Lichterfest den Opfern des Terroranschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gewidmet. Die vierte Kerze entzündete daher am frühen Dienstagabend Or Elyakim. Er ist Sohn der bei dem Anschlag ermordeten Israelin Dalia Elyakim und ihres Mannes Rami Elyakim, der dabei schwer verletzt wurde und noch immer im Krankenhaus liegt. Zu der feierlichen Zeremonie kamen Vertreter der christlichen, jüdischen und muslimischen Religion sowie prominente Gäste. Auch Angehörige der Verletzten und Toten wollten dabei anwesend sein.
Der zehn Meter hohe Chanukkaleuchter gilt mit seinen zehn Metern Höhe als der größte in Europa. Mit dem achttägigen Lichterfest erinnern die Juden an die Einweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand.

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