Treptow-Köpenick : René Pönitz, der einsame Pirat

Für die Piraten sieht es in Treptow-Köpenick nicht so gut aus. Trotzdem will der letzte verbliebene Pirat Renè Pönitz nicht aufgeben.

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Piraten-Fahne
Für die Piraten wird es eng bei der Abgeordnetenhauswahl im September.Foto: dpa

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Diese Woche mal ein Exkurs in die Wirrungen der bezirklichen Piraterie. Vor kurzem gab der letzte noch verbliebene Pirat von Treptow-Köpenick, René Pönitz, bekannt, er werde auf dem letzten (8.) Listenplatz seiner Partei für die neue BVV kandidieren. Ein ehrenvoller Abgang aus der Politik ist ihm damit sicher. Seine ehemaligen Kameraden aus der Piratenfraktion müssen sich unterdessen von Bord schleichen, weil sie schon lange nicht mehr der Partei angehören. Auch Pönitz war ausgetreten, zeitweise sogar in die Arme der Grünen geflüchtet, aber dann reumütig zurückgekehrt. In die Piratenpartei, nicht in die -fraktion seiner parteilosen Gesellen. Das soll einer verstehen – egal. René Pönitz wird als letzter Pirat von T.-K. den Umfragen zufolge wohl in die Bezirks-Annalen eingehen. Wenn nicht noch ein politisches Wunder geschieht.

Thomas Loy, aufgewachsen an der Küste (Nordsee), zog 1995 nach Berlin und wohnt mit seiner Familie seit zehn Jahren in Johannisthal. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihm bitte eine E-Mail an leute-t.loy@tagesspiegel.de.

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