Tunnel dicht : Hier baut die S-Bahn in Berlin

Die S-Bahn baut und buddelt, vor allem in den Ferien. Auch die wichtige Nord-Süd-Verbindung ist dicht. Und wo sonst so?

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Wo bauen sie denn? Na hier.
Wo bauen sie denn? Na hier.Quelle und Grafik: Deutsche Bahn

Der erste Anlauf ging schief: Beim Einbau einer Bauweiche im Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn legten die Arbeiter am Wochenende den Schienenstrang so hoch an, dass der erste Zug die Tunneldecke touchierte. Die Bauleute mussten nacharbeiten, statt mit Betriebsbeginn am frühen Montagmorgen konnten die Züge der S 1 erst kurz vor Mittag hier wieder fahren. Die Bauweiche ist erforderlich, um die maroden Brücken über der Yorckstraße ersetzen zu können.

Immer wieder S-Bahn-Chaos in Berlin
Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der Osten Berlins war betroffen. Hier die entsprechende Mitteilung am Bahnhof Greifswalder Straße.Weitere Bilder anzeigen
1 von 108Foto: Maik Werther
29.05.2012 07:23Diesmal wieder Kabeldiebstahl: Am Dienstagmorgen gab es wieder Verspätungen und Zugausfälle bei der Berliner S-Bahn. Vor allem der...

Der Neubau gehört zum „heißen Bauherbst-Programm“, das die S-Bahn am Dienstag vorgestellt hat. Ein großer Brocken dabei ist die Sperrung des Nord-Süd-Tunnels zwischen Anhalter und Nordbahnhof für gut zwei Wochen. Hier müssen die etwa 20 Jahre alten Schienen ersetzt werden. Für weitere Arbeiten wird die Nord-Süd-Verbindung im nächsten Jahr nochmals vier bis sechs Wochen dicht sein – dann zwischen Gesundbrunnen und Anhalter Bahnhof.

Leiden müssen auch Fahrgäste auf der S 3. Die Züge aus Erkner fahren derzeit ohnehin nur bis Ostkreuz, wo man umsteigen muss. Jetzt kommen auch Ersatzfahrten mit Bussen zwischen Köpenick/Karlshorst und Ostkreuz hinzu. Schienenersatzverkehr (SEV) gibt es auch auf der S 2 zwischen Priesterweg und Marienfelde sowie auf der S 5 zwischen Fredersdorf und Strausberg Nord. Auch woanders wird geackert. Insgesamt verbaut die Bahn 2013 nach ihren Angaben 325 Millionen Euro.

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