Berlin : Unwetter tobte sich aus: Bäume stürzten, Babywolf starb

Frankfurt (Oder)/Berlin - Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller – und im Zoologischen Garten Berlin ein Unglück im Wolfsgehege: Das Unwetter am Montagabend über Berlin und Brandenburg hatte vielfältige, teils dramatische Folgen. Bei den sibirischen Wölfen im Zoo wurde danach ein Jungtier vor der Wurfhöhle tot aufgefunden. Vermutlich sei es in der Regenflut ertrunken oder die teils eingestürzte Höhle habe es unter sich begraben, hieß es. Die Wolfsmutter zog den kleinen Wolf ins Freie und bewachte ihn noch eine Weile.

In den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland sowie in Frankfurt (Oder) mussten die Feuerwehren 125 Mal ausrücken. Die übrigen Teile Brandenburgs blieben von Sturm- und Gewitterschäden weitgehend verschont. Die meisten Einsätze wurden in den Landkreisen Barnim und Havelland mit jeweils zwölf gezählt. Auch dort waren meist herabfallende Äste, abgeknickte Bäume und nicht abfließendes Wasser der Grund für den Einsatz. Am meisten Regen fiel am Montag mit 45 Litern pro Quadratmeter in Strausberg (Märkisch-Oderland). Dies ist fast ein Drittel der Wassermenge, die normalerweise über den ganzen Juni verteilt niedergeht.

In Berlin gab es binnen zwei Stunden 58 Wasser- und 24 Baumschäden. Keller mussten leergepumpt und Straßen von gestürzten Bäumen befreit werden. Verletzt wurde niemand. Tsp/dapd

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