V-MANN-AFFÄRE : Wer wusste wann was – eine Zeitleiste

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2. August 2000: Nick Greger wird in Berlin zu zwei Jahren wegen des Baus einer Rohrbombe verurteilt.

17. April 2001: Greger wird vom LKA in der JVA Tegel als Informant gewonnen.

2. August 2002: Greger wird „VP 598“

13. März 2003: Das LKA schaltet die VP wegen Unzuverlässigkeit ab, im gleichen Jahr flüchtet Greger nach Afrika.

2005: Greger kehrt zurück und präsentiert sich als „Aussteiger“.

August 2013: Die Akten zu rechten V-Leuten werden den Abgeordneten im Geheimschutzraum des Parlaments zugänglich gemacht, auch die von Greger.

31. Oktober 2013: Zwei Beamte besuchen Greger in Thüringen, um ihn über die Akteneinsicht zu informieren.

Anfang November 2013: Greger kontaktiert per Mail eine Zeitung, zwei Bundestagsabgeordnete und telefonisch mehrere Geheimdienste und gibt an, die Berliner Polizei würde seine Akten an den Bundestag geben. Zudem wollten zwei Polizisten ihn bedrohen und „möglicherweise seinen Tod inszenieren“.

4. November 2013: Die überregionale Zeitung meldet dies der Berliner Polizei. 6. November 2013: Polizeipräsident und Innensenator werden über „unsinnige Vorwürfe“ der VP informiert.

4. Dezember 2013: Ein Video-Interview mit Greger wird ins Internet gestellt.

6. Dezember 2013: Das LKA entdeckt das Video mit den Vorwürfen bei einer Internetrecherche. Kandt wird informiert, Henkel nicht.

24. Januar 2014: Eine Thüringer Abgeordnete der Linkspartei veröffentlicht, dass der „militante Neonazi Greger“ Spitzel des Berliner LKA sein dürfte.

27. Januar 2014: Linkspartei und Grüne verlangen Aufklärung im Berliner Innenausschuss. Innensenator Frank Henkel (CDU) gibt keine Auskunft, weil der Vertrauensschutz für die VP noch gilt. Die Sitzung endet mit einem Eklat.

29. Januar 2014: Die Staatsanwaltschaft hebt den Schutz auf, weil Greger sich selbst enttarnt habe.

30. Januar 2014: Henkel informiert die Abgeordneten.

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