Verkehr : Sturzgefahr für Radfahrer in Mitte

Eine 45-Jährige prallte abends in voller Fahrt auf eine kaum zu sehende Verkehrsinsel, kurz vor dem Innenministerium.

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Gefährliche Hürde. Ohne Warnzeichen steht diese Insel am Fahrbahnrand von Alt-Moabit. Foto: Imke Wolf
Gefährliche Hürde. Ohne Warnzeichen steht diese Insel am Fahrbahnrand von Alt-Moabit.Foto: Imke Wolf

Mittwochabend, 22 Uhr: Kurz vor dem Innenministerium krachte es plötzlich unter Imke Wolf. Das unsichtbare Hindernis auf der Straße Alt-Moabit hätte die Radfahrerin beinahe stürzen lassen. Da war eine kleine Verkehrsinsel am rechten Rand der Fahrbahn, stellte die erschrockene Psychologin nach dem Aufprall fest. Quadratisch, mit hohen Kantsteinen, kurz vor der Kreuzung zur Lüneburger Straße. Eine Laterne hätte das seltsame Inselchen beleuchten können, wenn nicht ein dichter Laubbaum seinen Schatten darauf geworfen hätte. Auch das Licht ihres Halogenscheinwerfers, den die 45-Jährige immer anlässt, hatte sie nicht warnen können.

Gefährliche Falle

Imke Wolf, die täglich mit dem Rad von Moabit nach Kreuzberg fährt, hatte den Weg durchs Regierungsviertel aus Sicherheitsgründen gewählt. Auf der kürzeren Route durch den dunklen Tiergarten fühlt sie sich um diese Uhrzeit nicht mehr wohl. Doch wer hätte ahnen sollen, dass Radfahrer an dieser Stelle in eine solche gefährliche Falle geraten können und Knochenbrüche riskieren?
Mittes Stadträtin Sabine Weißler (Grüne), die auch für die Straßen im Bezirk zuständig ist, kommt ständig an dieser Stelle vorbei, doch die ominöse Insel kennt sie nicht. Der Grund dürfte sein, dass der Fahrbahnrand tagsüber zugeparkt ist und die dichte Reihe aus Autos erst am Abend Lücken bekommt. Tritt eine Parklücke erst vor der Insel auf, können Radfahrer das Hindernis von der Straße aus auch am Tage erst im letzten Moment wahrnehmen. Hinter der kleinen Fläche verschwenkt ein nicht benutzungspflichtiger Radweg vom Bürgersteig auf die Straße. Da liegt es nahe, dass Autofahrer mit dem ungekennzeichneten Hindernis davon abgehalten werden sollen, ihre Wagen dort abzustellen.

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