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Behinderungen bei der S-Bahn : Zugverkehr am Ostkreuz fällt stundenlang aus

Der S-Bahn-Verkehr auf der Ost-West-Strecke am Ostkreuz war am Donnerstag stundenlang unterbrochen. Ein Zug der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) war in einem stromlosen Abschnitt liegengeblieben, der mit Schwung durchfahren werden muss - an dem es wohl mangelte.

Klaus Kurpjuweit

Der Zugverkehr auf der Ost-West-Strecke im Bereich Ostkreuz war am Donnerstag stundenlang unterbrochen. Weil Fahrgäste in einem nach einer Panne liegengebliebenen Regionalzug eigenmächtig ausgestiegen und über die Gleise gelaufen waren, musste auch der Verkehr der benachbarten S-Bahn zwischen Warschauer Straße und Rummelsburg eingestellt werden. Ein Zug der Ostdeutschen Eisenbahn (Odeg) war in einem stromlosen Abschnitt liegen geblieben. Ob der Zug zu wenig Schwung oder einen technischen Defekt hatte, steht nach Angaben eines Odeg-Sprechers noch nicht fest. Beim Abschleppen durch einen anderen Odeg-Zug hatte es dann Probleme beim Kuppeln geben, weshalb die Fahrgäste eineinhalb Stunden im Zug fest saßen.

Am Ostkreuz gibt es aus technischen Gründen einen stromlosen Abschnitt bei der Oberleitung. Um ihn überwinden zu zu können, müssen die Lokomotivführer vorher beschleunigen, damit der Zug bis zum wieder stromführenden Abschnitt rollen kann. Weil die zum Teil angetrunkenen Fahrgäste über die Gleise gelaufen waren, musste der gesamte Verkehr in diesem Bereich um 11Uhr gestoppt werden; der Zug war bereits gegen 10.15 Uhr liegen geblieben. Die Bundespolizei setzte zum Kontrollieren der Gleisanlagen auch einen Hubschrauber ein und musste die Fahrgäste zurückholen.

Betroffen waren auch Fernzüge, die nicht vom Werk Rummelsburg Richtung Ostbahnhof fahren konnten. Gegen Mittag konnte der Verkehr dann wieder aufgenommen werden, es gab aber weiter Verspätungen.

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