Empfangshalle geplant : Schöner umsteigen in Gesundbrunnen

04.03.2012 00:00 UhrVon

Der Bahnhof Gesundbrunnen ist der einzige ICE-Bahnhof Deutschlands ohne ein entsprechendes Empfangsgebäude. Das soll sich jetzt ändern. Für die neue Halle muss aber der Wochenmarkt auf dem Hanne-Sobek-Platz weichen.

So soll’s aussehen. Der Bahnhof Gesundbrunnen, Deutschlands einziger ICE-Halt ohne Empfangshalle, erhält ein Gebäude.Bild vergrößern
So soll’s aussehen. Der Bahnhof Gesundbrunnen, Deutschlands einziger ICE-Halt ohne Empfangshalle, erhält ein Gebäude. - Simulation: Deutsche Bahn

Eine große, windige Betonfläche, darauf ein paar Fahrradständer, ein Asia-Grill und ein kleines Servicecenter der Deutschen Bahn. Wer am Gesundbrunnen ein-, aus- oder umsteigen muss, merkt kaum, dass er sich an einem der größten Fernbahnhöfe Berlins befindet. Denn der an manchen Tagen von mehreren zehntausend Fahrgästen genutzte Bahnhof mit IC- und ICE-Anschluss an der Badstraßenbrücke bietet nicht nur lange Wege beim Umsteigen, sondern ist auch der einzige ICE-Bahnhof Deutschlands ohne ein entsprechendes Empfangsgebäude.

Nachdem die Bahn die Pläne für eine Empfangshalle in den 90er Jahren aus Kostengründen zunächst gestrichen hatte, wird nun doch auf dem Hanne-Sobek-Platz über den Gleisen mit dem Bau einer Empfangshalle begonnen. Sie soll Mitte 2013 fertig sein. In dem eingeschossigen, verglasten Gebäude gibt es dann auf rund 6000 Quadratmetern ein Reisezentrum, Geschäfte und Einrichtungen der S-Bahn-Berlin und der Bundespolizei. Während der Bauarbeiten soll es nach Aussage eines Bahnsprechers nicht zu Einschränkungen im Verkehr kommen. Allerdings dürften längere Wege beim Umsteigen programmiert sein, da manche Zugänge über den Vorplatz zeitweise nicht nutzbar sind. Die Fahrgäste müssen dann die unterirdischen Tunnelverbindungen oder den östlichen Eingang an der Swinemünder Straße nutzen.

Dem Wochenmarkt, der sich in den letzten Jahren auf dem Platz etabliert hatte, wurde schon im Herbst vergangenen Jahres gekündigt. Derzeit ist nicht geplant, ihn, zum Beispiel unter den Vordächern, in das neue Gebäudes zu integrieren.

Feststeht auch noch nicht, ob auf dem großen Flachdach tatsächlich eine Photovoltaikanlage installiert wird. Sie könnte die größte innerhalb des Berliner S-Bahn- Ringes werden, nach Berechnungen der Bahn 240 Tonnen Kohlendioxid einsparen und Strom für 80 Vier-Personen-Haushalte produzieren. Die Anlage soll damit einen Teil der Baukosten von geschätzt rund 7,4 Millionen Euro refinanzieren. Doch bisher mangele es, so der Bahnsprecher weiter, noch an entsprechenden Angeboten von Solartechnikfirmen.

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