Endstation, bitte aussteigen! : VBB-Chef Franz wird durch Henckel ersetzt

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bekommt eine neue Chefin: Nachfolger von Hans-Werner Franz wird nach Tagesspiegel-Informationen Susanne Henckel.

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Susanne Henckel
Susanne HenckelFoto: Promo

Die 48-jährige Susanne Henckel ist seit vier Jahren Hauptgeschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Personennahverkehr. Der im Februar 2014 auslaufende Vertrag mit ihrem Vorgänger Franz wurde nicht verlängert. Zu seinen Kritikern gehörten vor allem Vertreter der Deutschen Bahn, weil Franz vehement die Zustände bei der S-Bahn kritisiert und unter anderem dazu eine Denkschrift verfasst und verteilt hatte. Auch bei der BVG war man ihm gegenüber sehr reserviert; der Verbund beschäftige sich mit zu vielen Dingen, die nicht in seinen Bereich gehörten, war dort zu hören. Der Senat wollte dem VBB zuletzt sogar die Mittel kürzen, die Koalition revidierte diesen Plan aber schließlich.

Susanne Henckel war zuvor 16 Jahre in leitender Funktion beim Nordhessischen Verkehrsverbund beschäftigt und hat dort eine Reihe von außergewöhnlichen Projekten mit auf den Weg gebracht. Dazu gehört eine Fahrzeitgarantie, bei der Kunden eine Entschädigung erhalten, wenn sich Straßenbahnen oder Busse um mindestens fünf Minuten verspäten.

Wenn Henckel am 5. Dezember wie geplant vom VBB-Aufsichtsrat zur neuen Chefin gewählt wird, muss sie übrigens nicht groß umziehen. Der neue Arbeitsplatz liegt im gleichen Haus wie der alte – am Hardenbergplatz 2 in Charlottenburg.

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