Montagmorgen in Berlin : S-Bahn- und U-Bahn-Sperrungen behindern Berufsverkehr

Wer heute früh in Berlin zur Arbeit fährt, muss mehr Zeit einplanen. Es gibt erneut Sperrungen im öffentlichen Nahverkehr. Wie sind Sie durchgekommen, liebe Leserinnen, liebe Leser?

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Ausstieg. Zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz fahren seit Freitagmittag keine U-Bahnen.
Ausstieg. Zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz fahren seit Freitagmittag keine U-Bahnen.Foto: dapd

Berlin drohen auch am heutigen Montag deutliche Einschränkungen im Nahverkehr. Nach dem Wassereinbruch auf der Baustelle für ein Einkaufszentrum am Leipziger Platz bleibt der Abschnitt der U 2 zwischen den Stationen Mohrenstraße und Potsdamer Platz gesperrt. Der Verkehr war bereits am Freitag unterbrochen worden. Möglicherweise bleibt die Strecke mehrere Wochen unterbrochen.

Bei der S-Bahn ist zudem der Ostring zwischen den Stationen Schönhauser Allee und Neukölln/Baumschulenweg noch bis zum 16. April gesperrt. Ersatzbusse stehen zur Verfügung,

Zudem dauert die Fahrt mit den Bussen von Schönhauser Allee nach Neukölln oder Baumschulenweg meist länger als mit der S-Bahn über den Westring. Der Bus war schon am Wochenende – ohne Berufsverkehr – 49 Minuten unterwegs; die S-Bahn schafft die Strecke über den Westring fahrplanmäßig in 40 Minuten, und wer auf die U-Bahn ausweicht, ist – mit Umsteigen – in rund 30 Minuten am Ziel. Über den östlichen Ring braucht die S-Bahn ohne Sperrung sonst nur gut 20 Minuten.

Entlang der U-Bahnlinie 2
Hinter dem Bahnhof Bülowstraße führte die Linie in Richtung Gleisdreieck durch ein Mietshaus, hier der Blick in die Dennewitzstraße. Das Gebäude mit der Hausdurchfahrt wurde im November 1943 bei einem Luftangriff zerstört.Weitere Bilder anzeigen
1 von 34Foto: Doris Spiekermann-Klaas
20.04.2015 08:15Hinter dem Bahnhof Bülowstraße führte die Linie in Richtung Gleisdreieck durch ein Mietshaus, hier der Blick in die...

Verlängern kann sich die Fahrzeit mit den Bussen außerdem, weil es oft nicht einfach ist, die Haltestellen zu finden. Die Hinweisschilder sind zum Teil sehr versteckt angebracht. Und am Bahnhof Schönhauser Allee verweist die S-Bahn auf Plakaten auf die 200 Meter entfernte Schivelbeinerstraße, auf den elektronischen Anzeigentafeln rät sie, zur Haltestelle Greifenhagener Straße/Wichertstraße zu gehen.

Darüber hinaus ergab eine Testfahrt durch den Tagesspiegel, dass es keine Anzeigen oder Ansagen zu den Haltestellen unterwegs gibt. Man sollte also ortskundig sein, wenn man dieses Kompensationsangebot der S-Bahn nutzen will. Einen Vorteil hat der Umstieg auf den Bus allerdings. Dort wird nicht kassiert.

Und wie sind Sie durchgekommen, liebe Leserinnen, liebe Leser? Berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen, die Sie mit Sperrungen und Ersatzverkehr heute früh oder schon am Wochenende gemacht haben! Kommentieren und diskutieren Sie mit! Was meinen Sie? Schlagen sich S-Bahn und BVG diesmal vergleichsweise gut? Oder halten Sie das Ganze für unerträglich? Was könnte verbessert werden, zum Beispiel bei Informationen für die Fahrgäste? Nutzen Sie um mitzudiskutieren bitte die einfach zu bedienende Kommentarfunktion etwas weiter unten auf dieser Seite. Dankeschön!

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