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Stufenloser Einstieg : Neue S-Bahnen ohne Stolperfalle

06.03.2012 00:00 Uhrvon
So sieht die Zukunft aus: ohne Stolperfalle. Foto: dpaBild vergrößern
So sieht die Zukunft aus: ohne Stolperfalle. - Foto: dpa

Bei der S-Bahn soll es beim Ein- und Aussteigen bald keine Stolperfallen mehr geben. Weil die Höhe der Bahnsteige und die der Fußböden der Züge häufig nicht übereinstimmt, stürzen immer wieder Fahrgäste.

Bei neuen Zügen sollen die Hersteller nach den Vorgaben des Senats nun eine konstruktive Lösung finden, die überall einen stufenfreien Einstieg ermöglicht, egal, wie hoch die Bahnsteige sind. Barrierefreiheit sei eine Selbstverständlichkeit bei den neuen Zügen, heißt es bei der Senatsverkehrsverwaltung.

Die Normhöhe für Bahnsteige der S-Bahn liegt bundesweit bei 96 Zentimetern. Neue Fahrzeuge sind darauf ausgerichtet. In Berlin durfte die S-Bahn unter der Regie der damaligen Reichsbahn ausnahmsweise auf eine Höhe von 1,03 Meter gehen.

So war es möglich, mit den damaligen Wagen aus der Vorkriegszeit auch einen fast stufenlosen Zugang zu schaffen. Nach der Wende bestand das Bundesverkehrsministerium dann darauf, zur Normhöhe zurückzukehren. Seither gibt es die Stolperfalle mit unterschiedlichen Höhen bei den Bahnsteigen und den Fußböden der Züge.

Der stufenlose Zugang gehört zum Anforderungspaket, das die Verkehrsverwaltung für neue Züge erstellt hat. In einer „Markterkundung“ sollen die Hersteller jetzt, wie berichtet, mitteilen, ob diese Ideen umgesetzt werden können. Vorgegeben ist unter anderem ferner, dass es in einem Doppelwagen mit mindestens 84 Sitzplätzen auch Raum für mindestens 18 Fahrräder geben muss. Die im Mehrzweckraum vorgesehenen Klappsitze sollen in der Fahrradsaison einfach auszubauen sein, um zusätzlichen Platz für Räder zu schaffen. Ob die Fahrzeuge auch klimatisiert sein werden, soll später entschieden werden. Klar ist, dass es weiter keine 1. Klasse geben wird.

Beschafft werden sollen sogenannte Viertelzüge aus je zwei Wagen sowie Halbzüge mit vier Wagen, die jeweils an beiden Enden Führerstände haben. Äußerlich bleibt es bei den Traditionsfarben Ockergelb, Rubinrot und Schwarz.

Mit der Abfrage bei den Herstellern will der Senat sicherstellen, dass 2017 nach dem Auslaufen des Verkehrsvertrags mit der S-Bahn unabhängig vom künftigen Betreiber neue Fahrzeuge eingesetzt werden können. Hier hat die Verkehrsverwaltung einen Bedarf von 388 Wagen ermittelt. Möglicherweise werde man diese Zahl bis Ende 2017 noch nicht erreicht haben, sagte Verwaltungssprecherin Daniela Augenstein.

Angaben des S-Bahn-Tisches, der ein Volksbegehren initiiert hat, die Verwaltung bereite sich bereits darauf vor, den Vertrag mit der S–Bahn um mindestens ein Jahr zu verlängern, wies Augenstein zurück. Der S-Bahn-Tisch, zu dem sich mehrere Initiativen zusammengeschlossen haben, will gesetzlich vorschreiben, dass es unter anderem wieder Personal auf den Bahnhöfen gibt. Der Senat lässt, wie berichtet, durch den Verfassungsgerichtshof prüfen, ob das Verfahren zulässig ist. Damit wolle man die Initiatoren entmutigen, sagte am Montag der Sprecher des S-Bahn-Tisches, Rouzbeh Taheri. Der nächste Schritt des Volksbegehrens könne durch das Einschalten des Gerichts nun erst 2013 folgen.

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