Wassereinbruch : U 2 könnte wochenlang gesperrt bleiben

Nach dem Wassereinbruch auf der Baustelle in Mitte wartet die BVG auf ein geologisches Gutachten Zusätzlich erschweren die Bauarbeiten bei der S-Bahn und der Halbmarathon das Vorankommen.

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Ausstieg. Zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz fahren seit Freitagmittag keine U-Bahnen.
Ausstieg. Zwischen Mohrenstraße und Potsdamer Platz fahren seit Freitagmittag keine U-Bahnen.Foto: dapd

Die U-Bahn-Linie U 2 bleibt weiter zwischen den Stationen Mohrenstraße und Potsdamer Platz unterbrochen. Am Freitag hatte es, wie berichtet, auf der Baustelle für ein Einkaufszentrum am Leipziger Platz dicht am Tunnel einen Wassereinbruch gegeben, durch den Erde weggespült worden war. Obwohl der Tunnel unbeschädigt ist, hat die BVG den Verkehr vorsichtshalber unterbrochen. Erst nach einem positiven geologischen Gutachten, das der Bauherr veranlassen müsse, könnten die Züge wieder fahren, sagte BVG- Sprecherin Petra Reetz am Sonnabend. Die BVG kann derzeit nicht ausschließen, dass sich die Sperrung mehrere Wochen hinziehen wird.

Sollte es durch das Wegspülen des Bodens zu Schäden am Tunnel kommen, würde dies durch Sensoren angezeigt. Bei einem Wassereinbruch könnte die Röhre durch bereits vor Baubeginn vorbereitete Schotte abgedichtet werden.

Am heutigen Sonntag muss während des Halbmarathons hier, wie überall entlang der Strecke, zudem der Busverkehr eingestellt oder umgeleitet werden. Wer den knappen Kilometer zwischen den beiden U-Bahnhöfen zu Fuß zurücklegen will, sollte die Laufstrecke auf der Leipziger Straße im S-Bahnhof Potsdamer Platz unterqueren, der südlich und nördlich Zugänge hat. Die BVG rät ihren Kunden, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Dies empfiehlt auch die S-Bahn bei ihrer Sperrung des Ostrings zwischen den Stationen Schönhauser Allee und Neukölln/Baumschulenweg, die noch bis zum 16. April dauert. Ratsam ist dies vor allem für Ortsunkundige, denn in den bei einem Test am Sonnabend genutzten Ersatzbussen gab es keine Anzeigen oder Ansagen zu den Haltestellen unterwegs.

Entlang der U-Bahnlinie 2
Hinter dem Bahnhof Bülowstraße führte die Linie in Richtung Gleisdreieck durch ein Mietshaus, hier der Blick in die Dennewitzstraße. Das Gebäude mit der Hausdurchfahrt wurde im November 1943 bei einem Luftangriff zerstört.Weitere Bilder anzeigen
1 von 34Foto: Doris Spiekermann-Klaas
20.04.2015 08:15Hinter dem Bahnhof Bülowstraße führte die Linie in Richtung Gleisdreieck durch ein Mietshaus, hier der Blick in die...

Zudem dauert die Fahrt mit den Bussen von Schönhauser Allee nach Neukölln oder Baumschulenweg meist länger als mit der S-Bahn über den Westring. Der Bus war gestern – ohne Berufsverkehr – 49 Minuten unterwegs; die S-Bahn schafft die Strecke über den Westring fahrplanmäßig in 40 Minuten, und wer auf die U-Bahn ausweicht, ist – mit Umsteigen – in rund 30 Minuten am Ziel. Die S-Bahn braucht ohne Sperrung sonst nur gut 20 Minuten für diese Strecke.

Verlängern kann sich die Fahrzeit mit den Bussen außerdem, weil es oft nicht einfach ist, die Haltestellen zu finden. Die Hinweisschilder sind zum Teil sehr versteckt angebracht. Und am Bahnhof Schönhauser Allee verweist die S-Bahn auf Plakaten auf die 200 Meter entfernte Schivelbeinerstraße, auf den elektronischen Anzeigentafeln rät sie, zur Haltestelle Greifenhagener Straße/Wichertstraße zu gehen.

Einen Vorteil hat der Umstieg auf den Bus allerdings. Dort wird nicht kassiert.

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