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Wegen Diebstahls : Zugverkehr zwischen Berlin und Hannover gestört

Weil 800 Meter Metall geklaut wurden brauchen die Züge auf der ICE-Strecke Berlin-Hannover eine halbe Stunde länger. Die Bahn wird noch Stunden brauchen, um den Schaden zu beheben. Die Bundespolizei ermittelt.

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Nachdem die Hochgeschwindigkeitsstrecke zunächst komplett gesperrt war, ist seit 7.30 Uhr eines von zwei Gleisen wieder freigegeben. Wie eine Bahnsprecherin in Berlin sagte, haben Unbekannte auf dem Abschnitt zwischen Wustermark und Ribbeck in Brandenburg die Oberleitung auf etwa 800 Meter Länge beschädigt. Der Fernverkehr werde über Magdeburg und Stendal umgeleitet. Es müsse mit einer Fahrzeitverlängerung von mindestens einer halben Stunde gerechnet werden. Im Nahverkehr zwischen Wustermark und Buschow sei Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet worden. Voraussichtlich wird dieser Umstand noch bis Samstagvormittag andauern.

Der Schaden wurde laut Bahnsprecherin verursacht, weil Unbekannte Teile der Oberleitung abmontiert haben. In der Vergangenheit gefasste Täter seien "eher sozial schwach einzuordnen", sagte ein Sprecher der ermittelnden Bundespolizei. Sie versuchten, durch den Verkauf der kupferhaltigen Teile "ein bisschen besser über die Runden zu kommen".

Derartige Fälle gebe es immer wieder in ganz Deutschland und Europa. Dabei begäben sich die Diebe in erhebliche Gefahr: Nicht nur gingen sie das Risiko ein, von einem Zug erfasst zu werden, sie könnten auch einen potentiell tödlichen Stromschlag erleiden.

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