Volksentscheid Fahrrad : Rad-Aktivisten ärgern sich über Verkehrssenatorin

Die geplante Verabschiedung eines Radgesetzes in diesem Jahr wird immer unwahrscheinlicher. Das provoziert Verärgerung bei den Initiatoren des Volksentscheids.

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Quer durch Berlin. An diesem Sonntag gehören Berlins Straßen den Radfahrern - zumindest vorübergehend. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Quer durch Berlin. An diesem Sonntag gehören Berlins Straßen den Radfahrern - zumindest vorübergehend.Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die geplante Verabschiedung eines Radgesetzes in diesem Jahr wird immer unwahrscheinlicher. Dass ein Entwurf, wie ursprünglich vorgesehen, bis zum 30. Juni vorliege, sei „ausgeschlossen“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) der „Berliner Zeitung“.

„Das ist ein Schlag ins Gesicht für die 500 000 Fahrradfahrer in Berlin“, so Heinrich Strößenreuther, Mitinitiator des Volksentscheids Fahrrad.

Vorwurf der "Machtarroganz"

Einen Tag vor dem 200-jährigen Fahrrad-Jubiläum sei dies eine Bankrotterklärung zur Klima- und Verkehrspolitik. Zuvor waren bereits zwei Termine – Ende März und Anfang Mai – für einen Gesetzesentwurf geplatzt. Die Radaktivisten warten laut eigenen Angaben seit Tagen auf ein Gespräch mit der Senatorin und werfen ihr „Machtarroganz“ vor.

An diesem Sonntag wollen erneut Zehntausende Fahrradfahrer mit einer Sternfahrt quer durch Berlin für ihre Interessen demonstrieren - hier können Sie die Strecke auf einer Grafik sehen.

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