Waffe wird untersucht : Mögliche Spur im Mordfall Burak B.

Ein Durchbruch bei den Ermittlungen ist es noch nicht. Aber im Fall des vor einem Jahr auf offener Straße erschossenen Burak B. verfolgen die Ermittler nun eine erste Spur.

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In der Nacht zum Gründonnerstag 2012 wurde Burak Bektas in Berlin-Neukölln erschossen. Nun verfolgt die Polizei eine neue Spur.
In der Nacht zum Gründonnerstag 2012 wurde Burak Bektas in Berlin-Neukölln erschossen. Nun verfolgt die Polizei eine neue Spur.Foto: dpa/picture alliance

Er ist bereits wegen versuchten Mordes angeklagt, weil er im Oktober vorigen Jahres in Schöneberg einen 22-Jährigen aus Frust niedergeschossen haben soll. Nun steht Sebastian P., 28 Jahre, abermals im Visier der Mord-Ermittler. Es geht um den Fall Burak B. Der junge Mann wurde am Gründonnerstag vergangenen Jahres in Rudow auf offener Straße erschossen.

Die Ermittler lassen derzeit die Waffe, mit der Sebastian P. in Schöneberg auf den 22-Jährigen gefeuert haben soll, untersuchen. Es soll geprüft werden, ob diese auch die Tatwaffe ist, mit der Burak B. von einem Unbekannten auf dem Bürgersteig in Rudow getötet wurde. „Es gibt Hinweise auf eine Ähnlichkeit der Waffen. Das wird nun geprüft. Das ist ein Standardverfahren“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Ergebnis liege noch nicht vor. Weitere Angaben machte er nicht.

Erst Anfang April hatten rund 300 Berliner bei einer Demonstration durch den Bezirk des ermordeten Burak B. gedacht. Bislang fehlte vom Täter jede Spur. Das 22-jährige Opfer war in der Nacht zum 5. April vor dem Krankenhaus Neukölln gemeinsam mit zwei Freunden von einem Unbekannten ohne Vorwarnung beschossen worden. B. starb unmittelbar darauf im Krankenhaus.

Ob Sebastian P. als Verdächtiger infrage kommt, müssen die Ermittlungen zeigen. Er sitzt derzeit wegen der Schüsse in Schöneberg in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hatte er auf eine Gruppe junger Menschen gefeuert und dabei den 22-Jährigen so schwer getroffen, dass dieser möglicherweise schwere bleibende Schäden behält. P. hatte ausgesagt, er habe „aus Frust“ gehandelt, weil seine Freundin nicht zu Hause gewesen sei. tabu

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