Berlin : WER DAS BUNDESVERDIENSTKREUZ HEUTE SONST NOCH BEKOMMT

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Vorurteile werfen Sand ins gesellschaftliche Getriebe. Wer hilft, sie abzubauen, macht sich verdient und wird zum Vorbild. Zu denen, die ihre Prominenz nützen, um Missstände ins Positive zu kehren und am heutigen Mittwoch von Bundespräsident Rau das Bundesverdienstkreuz bekommen, gehören die Schauspielerin Iris Berben und der Moderator Alfred Biolek . Iris Berben kämpft seit Jahren gegen Antisemitismus und Rassismus, zum Beispiel auf Lesereisen, bei denen sie die Tagebücher von Anne Frank und Josef Goebbels gegenüberstellt. Alfred Biolek fördert Projekte gegen Rechtsextremismus und unterstützt junge Menschen in den Entwicklungsländern im Kampf gegen Aids. Die Schauspielerin und Ärztin Maria Furtwängler unterstützt seit Jahren die Hilfsorganisation Ärzte für die Dritte Welt und arbeitete schon häufiger in den Elendsgebieten von Kalkutta und Nairobi. Der ehemalige Präsident der Akademie der Künste, György Konrád , hat sich schwerpunktmäßig für die europäische Integration eingesetzt. Der Rechtsphilosoph Bernhard Schlink befasste sich in seinem, inzwischen in 25 Sprachen übersetzten Roman „Der Vorleser“ mit Opfern und Tätern der NaziDiktatur. Der Schriftsteller Ingo Schulze thematisiert in seinen Erzählungen die Auswirkungen der Wende auf das Alltagsleben der Menschen, ohne sich ostalgischer Verklärung hinzugeben. Wolfram Siebeck kämpft gegen alle verklärenden Vorurteile über die Fertignahrung und hat mit seinen Kolumnen die Deutschen sensibilisiert, höhere Qualitätsansprüche an Essen und Trinken zu stellen. Michael S. Cullen hat zur Wiederentdeckung vieler Berliner Bauwerke beigetragen und regte einst die Reichstagsverhüllung an. Hermann Simon schließlich ist es gelungen, durch seinen besonderen persönlichen Einsatz die Neue Synagoge Berlin zu einer bedeutenden Begegnungsstätte für das Gespräch mit dem Judentum zu machen. Bi

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