Berlin : Zum Abschied ein Ave Maria Karl Heinz Pepper, der Vater des Europa-Centers, beigesetzt

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Zum Beginn des Trauergottesdienstes erklang ein getragenes „Yesterday“, zum Abschluss ein nicht minder getragenes „Ave Maria“. Die Sopranistin Lucia Aliberti sang es für die Familie und die Freunde von Karl Heinz Pepper, der am 15.Oktober im Alter von 93 Jahren gestorben war. Die Dahlemer St.Annen-Kirche war überfüllt mit einigen hundert Trauergästen, die Abschied nehmen wollten von dem bedeutenden Bauherren, der das Gesicht West-Berlins nach dem Krieg mit Gebäuden wie dem Europa-Center geprägt hat. Die Pfarrerin, die in ihrer Predigt Parallelen zum biblischen Abraham zog, sagte, Pepper sei ein „Gesegneter“ gewesen, dem seine Freunde und Verwandten ebenso viel verdanken hätten wie die Stadt Berlin. Er habe in der schwierigen Zeit des Kalten Krieges Berlin nicht verlassen, sondern mutig und visionär wieder aufgebaut. Die Trauergäste kamen zum großen Teil aus den Chefetagen der Berliner Baubranche, beispielsweise Ex-Senator Wolfgang Nagel, Staatssekretär Hans Stimmann und der Architekt Dietrich Garski, der 1981 den Stobbe-Senat zu Fall brachte, ferner sah man Klaus Schütz und Christoph Stölzl, Willy Bendzko, Peter Raue und andere Prominente. Ins Grab auf dem St.-Annen-Friedhof, nur ein paar Schritte von der Kirche entfernt, fielen weiße Rosen; jeder Trauergast durfte sich zur Erinnerung einen Bergkristall mitnehmen.

Anschließend trafen sich die Freunde des Toten mit der Familie zu einem Empfang im Palace-Hotel, das ebenso wie das gesamte Europa-Center zum Pepper-Imperium gehört. Es wird jetzt von seinem Sohn Christian Pepper weiter betrieben. bm

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