• Zur IGA 2017 in Berlin: U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße soll Kienberg-Gärten der Welt heißen

Zur IGA 2017 in Berlin : U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße soll Kienberg-Gärten der Welt heißen

Aus dem U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße wird die Station Kienberg-Gärten der Welt. Nicht immer ist der Wechsel so einfach.

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Spatenstich für das neue Besucherzentrum der Gärten der Welt.
Spatenstich für das neue Besucherzentrum der Gärten der Welt.Foto: dpa

Dieses Mal ist man sich einig: Der künftige Eingangsbahnhof zur Internationalen Gartenschau IGA 2017 in Marzahn-Hellersdorf Neue Grottkauer Straße an der U 5wird umbenannt und heißt dann Kienberg-Gärten der Welt. Damit erfüllen die BVG und die Senatsverkehrsverwaltung einen Wunsch des Bezirks. Die Kosten übernimmt die BVG.

Anders sieht es weiter im Südwesten in Zehlendorf aus. Dort wollen der Bezirk und die Freie Universität (FU) schon seit Jahren aus dem Bahnhof Thielplatz die Station Freie Universität machen. Hier ziehen die BVG und die Verkehrsverwaltung aber bisher nicht mit. Und die Kosten für den neuen Namen in Höhe von voraussichtlich mehreren hunderttausend Euro müssten der Bezirk oder die FU übernehmen.

Ursprünglich hieß die Station "Heinz-Hoffmann-Straße"

Die Neue Grottkauer Straße verbindet kaum jemand mit dem Standort der IGA 2017. Mit dem Kienberg sieht es anders aus: Er wird in die Gartenschau einbezogen – und damit irgendwann wohl auch bekannter werden. Auch der Name IGA war für den Bahnhof erwogen worden. Doch da die Schau zeitlich begrenzt ist, rückte man davon schnell ab.

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Um auf das Grün aufmerksam zu machen, war auch Kienbergpark als neuer Name für den Bahnhof im Gespräch; schließlich entschied man sich für die kürzere Variante Kienberg. Mit dem Zusatz Gärten der Welt, die neben dem IGA-Gelände liegen. Vielleicht gebe es zur Gartenschau 2017 vorübergehend auch noch einen Hinweis zur IGA auf den Bahnhofsschildern, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz. Bei der Umbenennung übernehme die BVG die Kosten, sagte Reetz weiter. Der Bahnhof wird zur IGA aufwendig umgebaut, dabei werden auch neue Namensschilder angebracht – dann eben mit der neuen Bezeichnung.

Eröffnet worden war der Bahnhof im Sommer 1989 als Heinz-Hoffmann-Straße, benannt nach einem Verteidigungsminister der DDR. Wie mehrere andere „belastete“ Bahnhofsnamen erhielt auch diese Station nach der Wende einen anderen Namen.

Am Thielplatz will BVG keine Kosten tragen

Anders sieht es mit dem Bahnhof Thielplatz aus. Er heißt so, seit hier am 12. Oktober 1913 zum ersten Mal U-Bahnen hielten. Einen Thielplatz gibt es allerdings nicht. Der Platz vor dem Bahnhofsgebäude hätte damals nach dem preußischen Minister Hugo Thiel benannt werden sollen, was aber wegen des Kriegsausbruchs1914 nicht mehr erfolgt sei, sagte Reetz. Die BVG ist, wie berichtet, dagegen, die Station in Freie Universität umzubenennen. weil deren Standorte auch von den Stationen Dahlem-Dorf und Oskar-Helene-Heim aus zu erreichen seien. Eine Station Freie Universität könne Ortsunkundige in die Irre führen, argumentiert Reetz. Die Senatsverkehrsverwaltung werde sich dem Wunsch aber nicht verschließen – wenn es für eine Umbenennung eine deutliche Mehrheit der Anwohner gebe, sagte Sprecher Martin Pallgen. Am Dienstag findet dazu um 19 Uhr ein Bürgergespräch im Henry-Ford-Bau der FU an der Garystraße 35 statt.

Da keine Arbeiten am Bahnhof vorgesehen seien, wolle die BVG eventuelle Umbenennungskosten hier nicht tragen, sagte Reetz. Erschwerend komme hinzu, dass der Bahnhof mit dem Namenszug Thielplatz am Stationsgebäude denkmalgeschützt sei.

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