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50 Jahre Rolling Stones : Edelsteine für die Ewigkeit

12.07.2012 08:39 Uhrvon
Stones für die Ewigkeit. Foto: epdBild vergrößern
Stones für die Ewigkeit. - Foto: epd

Die Jahrhundertband: Heute vor 50 Jahren traten die Rolling Stones zum ersten Mal auf. Ein Porträt der Unkaputtbaren.

Ende 1963 rumpelten die Beatles mit „I Want To Hold Your Hand“ auf dem Plattenspieler. Mono. „Und jetzt hör dir das mal an!“ Die Nadel sank knisternd in eine neue Rille, andere Platte: „Das sind die Rolling Stones!“ Böses Grollen. „I Wanna Be Your Man“, ihre zweite Single. Den Song kannten wir von den Beatles. John Lennon und Paul McCartney hatten ihn komponiert. Aber diese Version hier? Das war etwas anderes. Gröber, gemeiner, schärfer. Mit verzerrt schreiender Slide-Gitarre, grummelndem Bass und einem unglaublich dicklippigen Sänger. Und dann dieser Name: The Rolling Stones.

„Rhythm ’n’ Blues“ wurde der unerhörte Sound genannt – schmutzig und schlickig aus dem Themse-Delta, London, England: The Rolling Stones waren wirklich wild, in ihrer Musik und Erscheinung, roh und schroff. Ihre Haare waren noch länger als die der Beatles. Und sie trugen keine geschniegelten Bühnenanzüge, eher lässig schluderige Alltagsklamotten. Mit den Stones konnten sich aufbegehrende Jugendliche in den 60ern noch besser identifizieren – und besser abgrenzen: gegen Väter, Lehrer, alte Nazis – das „Establishment“. Die Stones und ihre Fans wurden zum Bürgerschreck schlechthin. Aus heutiger Sicht mag die Aufmachung harmlos wirken, damals wurde erbittert darum gekämpft. Haare, die über die Ohren oder den Hemdkragen wuchsen, waren ein Skandal. Dafür gab es oft genug Prügel.

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Auf einer Zugfahrt von ihrer Heimatstadt Dartford die Themse aufwärts nach London waren Keith Richards und Mick Jagger im Oktober 1961 miteinander ins Gespräch gekommen. Sie waren noch Teenager, als sie ihre gemeinsame Liebe für amerikanische Musik entdeckten: Blues und Rock ’n’ Roll, Muddy Waters und Chuck Berry. Diese knallige Musik, die zu der Zeit in England kaum jemand kannte, wollten sie auch spielen. Und sie fingen an zu üben, gemeinsam mit Dick Taylor, dem späteren Gründer der Pretty Things. Und sie nannten sich „Little Boy Blue And The Blue Boys“.

50 Jahre Rolling Stones in Bildern

Im April 1962 lernten sie im Londoner „Ealing Club“ des Blues-Musikers Alexis Korner Brian Jones aus Cheltenham kennen. Eine Weile nannte er sich Elmo Lewis, weil das der bessere Blues-Name war. Seine Idole waren die alten schwarzen Musiker aus dem Mississippi-Delta. Elmore James, Robert Johnson, Jimmy Reed. Das war tatsächlich ziemlich unerhört – fast 50 Jahre vor Jack White, von dem heute viele glauben, er hätte all das entdeckt.

Und Brian Jones konnte verdammt gut Gitarre spielen, e war der erste Slide-Gitarrist in Großbritannien. Keith Richards stand mehr auf Rock ’n’ Roll und Rockabilly, auf Chuck Berry und den Elvis-Gitarristen Scotty Moore. Aus der Mischung Jones/Richards, aus ihrem ineinander verwobenen Gitarrensound und Jaggers großmäuligem Gesang – und weil sie es nicht ganz so hinkriegten wie ihre Vorbilder – entstand etwas bahnbrechend Neues: „The Rollin’ Stones“, damals noch mit Apostroph, gegründet und benannt vom rührigen Brian Jones. Ohne ihn hätten die Rolling Stones nie existiert.

Den ersten Auftritt hatten sie heute vor 50 Jahren, am 12. Juli 1962 im Marquee Club in der Londoner Oxford Street. Dick Taylor spielte Bass, Ian Stewart Klavier. An den Schlagzeuger erinnert sich keiner. Manche sagen, es war Tony Chapman, andere nennen Mick Avory oder Charlie Watts. Doch der kam, wie der Bassist Bill Wyman, erst etwas später dazu. Womit die Stones komplett waren.

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