Kultur : Bad Spencer

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Schwäbisch Gmünd sorgt weiter für Schlagzeilen. Zuletzt war von einer Facebook-Gruppe gefordert worden, dass ein neuer Tunnel in der ostwürttembergischen 60 000-Einwohner-Stadt „Bud-Spencer-Tunnel“ genannt werden soll. Nun hat, wie bereits gemeldet, der Gemeinderat entschieden, dass stattdessen einem Freibad der Name des Schauspielers verliehen wird. Dort hatte Spencer, der damals noch Carlo Pedersoli hieß und Leistungsschwimmer war, im Juli 1951 an einem Wettkampf zwischen Deutschland und Italien teilgenommen. Der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, der seine Autobiografie herausgebracht hat, führte aus diesem Anlass ein Gespräch mit Bud Spencer, das wir im Wortlaut dokumentieren.

Frage: „Sie haben sicherlich schon die Neuigkeit gehört, dass das Schwimmbad von Schwäbisch-Gmünd nach Ihnen benannt werden soll?“ – Spencer: „Ja, und es wäre mir sogar lieber, wenn das Schwimmbad nach mir benannt wird als der Tunnel. Der Tunnel sollte den Namen eines berühmten Deutschen tragen oder nach einem regionalen Wappen benannt werden. Aber das Schwimmbad, in dem ich wirklich geschwommen bin, kann gern ,Bud Spencer’ heißen. Ich liebe Deutschland sehr, und dass das Schwimmbad nach mir benannt wird, hätte ich mir verdient, aber der Tunnel wäre übertrieben.“ – Frage: „Können Sie sich noch an das Schwimmbad erinnern?“ – Spencer: „Ja, ich erinnere mich sehr gut, es war ein Wettkampf zwischen Italien und Deutschland und ich habe über die einhundert Meter gewonnen.“

Aber welchen Namen soll nun der Tunnel bekommen? Unsere Vorschläge: Reinhard „Stan“ Libuda, Dortmunder Rechtsaußen, legendär, weil er immer wieder seine Gegenspieler „getunnelt“ hat. Heino Ferch, Hauptdarsteller des TV-Movies „Der Tunnel“. Oder aber, drei Silben, die sofort alpine Assoziationen wecken: Terence Hill.

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