Berlinale : Wieland Speck gibt das Panorama ab

Die Berlinale meldet eine neue Personalie: Der langjährige Panorama-Chef Wieland Speck wird Berater, drei bisherige Mitarbeiter übernehmen seinen Job.

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Drei Chefs und ein Berater (v.l.): der langjährige Panorama-Chef Wieland Speck und seine Nachfolger Paz Lázaro (Leiterin und Kuratorin), Michael Stütz (Programmmanger & Kurator) und Andreas Struck (Kommunikation & Kurator). Speck wird die Sektion künftig beraten.
Drei Chefs und ein Berater (v.l.): der langjährige Panorama-Chef Wieland Speck und seine Nachfolger Paz Lázaro (Leiterin und...Foto: Ali Ghandtschi/Berlinale

Während alle Welt über die Nachfolge von Berlinale-Chef Dieter Kosslick spekuliert, meldet die Berlinale eine andere Personalie: Wieland Speck, seit 25 Jahren Chef des Panorama-Programms, wird ab sofort von einer Dreifach-Spitze abgelöst. Die Leitung übernimmt Paz Lázaro; die Programmauswahl wird sie gemeinsam mit Michael Stütz und Andreas Struck vornehmen. Neue Gesichter, alte Bekannte: Lázaro ist Programmmanagerin seit 2006, Stütz zeichnete bislang für die Programmkoordination verantwortlich und wird neben dem Teddy Award ebenfalls das Panorama-Programm managen. Andreas Struck, ebenfalls Mitarbeiter seit 2006, soll neben dem Programm die Kommunikation der Sektion verantworten.

Wieland Speck bleibt aber auch - und zwar als Berater der Sektion. Zudem wird er das Jubiläumsprogramm 2019 kuratieren. Speck baute das Panorama ab 1982 an der Seite von Manfred Salzgeber mit auf, unter anderem rief er den Teddy Award als weltweit ersten Preis für queeres Kino ins Leben. Über 1800 Filme liefen unter seiner Leitung. Dieter Kosslick würdigte Specks „fantastische Arbeit“: Er habe „für den anspruchsvollen Independent-Film eine Plattform geschaffen, die ihn erfolgreich mit dem internationalen Markt verbindet".

Mehrere Chefs: ein Muster auch für die Kosslick-Nachfolge?

Kontinuität statt Neustart, dazu eine Dreifach-Spitze: ein Muster auch für die Kosslick-Nachfolge? Dass Dieter Kosslick, seit 2001 im Amt, dem Festival auch noch seiner Amtszeit bis 2019 als Präsident (mit welcher genauen Bezeichnung auch immer) erhalten bleibt und Kulturstaatsministerin Monika Grütters derzeit nach einer neuen künstlerischen Leitung fahndet, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Ist etwa die Zeit der Einzel-Chefs vorbei? Doppel- und Dreifachspitzen scheinen in der Kultur fast in Mode zu kommen. Man denke nur an das Humboldt-Forum mit seinem Gründungsintendanten-Trio.

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