Kultur : Erinnerung an Godehard Lietzow

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Mit der Kunst verband Godehard Lietzow vor allem der Gedanke der Freiheit. Dieser Freiheitswille ließ den 1937 Geborenen in vielen Wassern fahren. Gleich nach dem Abitur in Hannover nahm Lietzow 1959 das Studium an der dortigen Werkkunstschule auf. Schon im Jahr darauf zog es ihn nach Berlin, wo er bei Fred Thieler Kunst studierte und an der Freien Universität Germanistik. Nach sechs Jahren als freier Film- und Kunstkritiker, auch für diese Zeitung, entdeckt er eine dritte Passion: wird „ambulanter Kunsthändler“ und gründet 1970 gemeinsam mit seinem Freund Karl Horst Hartmann die Galerie Lietzow in Charlottenburg. Weit über 100 Grafik-Editionen entstehen, und bereits in den 70er Jahren werden Werke von David Hockney oder Robert Mapplethorpe gezeigt. Doch sein Hauptengagement gilt Berliner Künstlern. Seit 1979 widmete er sich vor allem dem eigenen Kunstschaffen. Am 5. August verstarb Lietzow nach schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren in Berlin.MN

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