Hamburg : Elbphilharmonie öffnet wohl erst 2012

Die Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie muss möglicherweise um ein weiteres Jahr auf Herbst 2012 verschoben werden. Ursprünglich sollte das Konzerthaus bereits 2010 eröffnet werden.

Hamburg Nach einem Bericht von NDR 90,3 ist der Termin für die Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie 2011 kaum noch zu halten. Das will der Radiosender aus Verhandlungskreisen erfahren haben. Die Hamburger Kulturbehörde wollte sich am Dienstag nicht dazu äußern. Eine Sprecherin verwies jedoch auf jüngste Aussagen von Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos), wonach das Vorhaben lediglich viereinhalb Monate im Verzug sei. Das sei der Stand der Dinge, betonte die Sprecherin.

Ursprünglich sollte das Konzerthaus 2010 eröffnet werden. Im Sommer dieses Jahres war die Einweihung auf 2011 verschoben worden. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass sich die Kosten um weitere 100 Millionen Euro auf dann rund 340 Millionen Euro erhöhen. Anfangs war mit 187 Millionen Euro geplant worden. Noch in diesem Herbst will Welck in der Bürgerschaft einen Zwischenstand mit weiteren Risikoeinschätzungen präsentieren.

Investor wartet ab

Einer der Hauptgründe für die erneute Verschiebung der Eröffnung ist laut NDR 90,3 die vakante Position des Projektkoordinators für die Elbphilharmonie. Demnach werde Heribert Leutner, designierter Chef der Realisierungsgesellschaft Rege, seinen Posten offenbar frühestens im Dezember antreten können. Bis dahin lägen die Verhandlungen mit dem Investor Hochtief auf Eis. Die Stadt und der Baukonzern streiten darüber, wer die Mehrkosten für die Elbphilharmonie trägt.

Der Generalintendant der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, hatte am Sonntag im "NDR Kultur" seinen Rücktritt in Erwägung gezogen, sollte das Konzerthaus erst 2013/14 eröffnen. "Dann wäre das ein guter Grund, nicht mehr dabei zu sein", betonte Lieben-Seutter. Eine Einweihung 2011/12 könne er sich noch gut vorstellen. (küs/ddp)

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