Kultur : Jelinek, Netrebko, Waltz: die Pläne der Staatsoper

„Wenn man mich vermisst, ist das ja ganz gut.“ Jürgen Flimm meldet sich nach seinem Schlaganfall zurück auf den Intendantensessel und stellt mit Daniel Barenboim die Pläne der Staatsoper für die Saison 2013/14 vor. Barenboim habe ihn oft besucht am Krankenbett, „wie ein Freund eigentlich“. „Fast“, kontert der Maestro. Beckett hätte seine Freude gehabt an den beiden. Zu vermelden bleibt da noch ein ordentliches Premierenpensum: Los geht es mit Rimsky-Korsakows „Die Zarenbraut“, Dmitri Tcherniakov inszeniert, Barenboim dirigiert. Sasha Waltz verantwortet gleich zwei Staatsopern-Produktionen, eine „Sacre“-Choreografie und eine „Tannhäuser“-Regie, beide Male dirigiert Barenboim. Der steht auch bei Verdis „Il Trovatore“ mit Domingo und Netrebko am Pult (Regie: Philipp Stölzl) – und will künftig mehr Italienisches dirigieren. Simon Rattle leitet Janaceks „Katja Kabanowa“, Andrea Breths Inszenierung wird aus Brüssel übernommen. Nicolas Stemann und Elfriede Jelinek entwickeln das Musiktheater „Rein Gold“ um Wagner. Weills „Mahagonny“, Sciarrinos „Macbeth“ sowie „Neither/Footfalls“ von Feldman und Beckett komplettieren die vierte Spielzeit im Schiller-Theater. Wann geht es zurück Unter die Linden? Flimm, der Genesene, meidet die Baustelle und lächelt. „Sollen sie damit machen, was sie wollen.“ UA

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