Konzert beim „Musikforum am Gendarmenmarkt“ : Der Glaube an das Kunstlied lebt

Mit dem Kunstlied ist es wie mit der Lyrik: Es gilt als Nischenprodukt mit ungewisser Zukunft. Das „Musikforum am Gendarmenmarkt“ lässt mit einem Konzertabend den Glauben an das Kunstlied wieder auferstehen.

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Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt.Foto: dpa

Mit dem Kunstlied ist es so wie mit seinem nächsten Verwandten, der Lyrik: Es gilt als Nischenprodukt mit großer romantischer Vergangenheit und ungewisser Zukunft. Ein guter Liederabend kann daher nur entstehen, wenn man es mit Überzeugungstätern zu tun hat, die tiefer über das Genre nachgedacht haben. Eine solche günstige Konstellation am Liederhimmel stellt sich am kommenden Montag im Konzerthaus ein.

Dort ist ein thematisch fein ausbalanciertes Programm mit Liedern von Schumann, Hugo Wolf und Aribert Reimann auf lyrisch anspruchsvolle Texte von Eichendorff und Michelangelo zu hören. Das Konzert findet in der preisgünstigen Reihe „Musikforum am Gendarmenmarkt“ statt, bei der sich regelmäßig Dozenten der benachbarten Musikhochschule „Hanns Eisler“ im Konzerthaus vorstellen.

In diesem Fall sind es der Bariton Sebastian Noack, der Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau sowie Aribert Reimann war, sowie der Pianist Alexander Fleischer, der unter anderem als Assistent des Lied-Enthusiasten Thomas Quasthoff arbeitet. Wer den Glauben an das Lied verloren hat, dürfte ihn bei diesen Interpreten recht schnell wiederfinden.

Konzerthaus Berlin, Mo 28.10., 20 Uhr, 12-15 €

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