Kultur : Kulturstiftung der Allianz zieht nach Berlin

Die Allianz-Kulturstiftung wird ihren Sitz nach Berlin verlegen. Mit diesem Schritt, den der Vorsitzende ihres Stiftungsrates, Henning Schulte-Noelle, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Allianz SE, am Wochenende bekannt gab, konzentriert die im Jahr 2000 von dem deutschen Versicherungsunternehmen ins Leben gerufene Stiftung die Lenkung ihrer Arbeit in der deutschen Hauptstadt. Die Allianz, die ihre Hauptverwaltung in München hat, hat ihr Interesse an Berlin bereits durch das Allianz-Forum zu erkennen gegeben, mit dem sie am Pariser Platz, im ehemaligen Haus der Filiale der Dresdner Bank, präsent ist. An diesem Ort vielfältiger Aktivitäten hat die Kulturstiftung seit mehreren Jahren „Reden über Europa“ veranstaltet, an denen der Tagesspiegel als Medienpartner beteiligt ist. Europa, zumal als kulturelles Projekt, ist auch der Fokus ihrer Arbeit. Sie ist grenzüberschreitend und interdisziplinär konzipiert und hat vor allem den akademischen und künstlerischen Nachwuchs im Auge. Ihr Schwerpunkt lag dabei, vor allem in den letzten Jahren, in Ost-,Mittel- und Südosteuropa, er soll sich künftig auf den Mittelmeerraum ausdehnen. Dabei bezieht die Stiftung bewusst das breite Spektrum der Kultur ein. Sie fördert Literatur – Stichwort: Europa ist ein riesiges Übersetzungwerk –, Musik, vor allem neue und experimentelle, sowie die darstellenden und bildenden Künste. So etwa veranstaltet sie seit 2004 Sommer-Akademien in Zusammenarbeit mit renommierten Universitäten und bemüht sich mit der Förderung mehrsprachiger Onlinemagazine um die Entstehung einer europäischen Öffentlichkeit. Sie veranstaltet eine internationale Dirigentenakademie in London und unterstützt Netzwerke von Artist-in-Residence-Programmen. Zu ihrer Strategie gehört es, vor allem Kooperationsvorhaben mit zumindest drei Ländern zu fördern, und die Herausforderung eigener Aktivitäten in den Regionen. Rdh.

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