• Neuer Direktor an der DFFB: Hamburger Produzent Ralph Schwingel wird neuer Chef der Film- und Fernsehakademie

Neuer Direktor an der DFFB : Hamburger Produzent Ralph Schwingel wird neuer Chef der Film- und Fernsehakademie

Das Gezerre um den Direktorenposten an der DFFB ging heute überraschend abrupt zu Ende. Das Kuratorium bestellte auf seiner Sitzung am Freitag den Überraschungskandidaten Ralph Schwingel zum künftigen Chef der Film- und Fernsehakademie

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Ralph Schwingel ist Mitgründer der Hamburger Produktionsfirma Wüste-Film.
Ralph Schwingel ist Mitgründer der Hamburger Produktionsfirma Wüste-Film.Foto: Horst Ossinger/dpa

Das Kuratorium der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) hat in einer Sitzung am gestrigen Freitag beschlossen, den Hamburger Produzenten Ralph Schwingel („Gegen die Wand“, „Emmas Glück“) zum Direktor und Geschäftsführer der Filmhochschule zu bestellen. Danach soll er das Amt baldmöglichst Zeitpunkt antreten. Björn Böhning, Kuratoriumsvorsitzender und Chef der Berliner Senatskanzlei, bezeichnet Schwingel in einer Mitteilung als „erfahrenen Filmproduzenten, Autor und Regisseur, der sich als Dozent bewährt hat“. Die Interimsleitung der DFFB hat die Entscheidung begrüßt.

Der Rat der Studierenden schließt sich dem nicht an. Gerald Sommerauer, einer ihrer Vertreter, sagte gestern, man distanziere sich von dem Verfahren und fordere eine Neuauschreibung des Postens. Wie berichtet, haben sich die DFFB-Studenten in das Gezerre um die Nachfolge des im vergangenen Herbst in die USA gegangenen Direktors Jan Schütte in den letzten Monaten immer wieder mit lautstarkem Protest eingemischt. Sogar mit Mahnwachen vor dem Roten Rathaus. Die Studenten fürchten um die Substanz der Akademie. Weg von einer künstlerisch ambitionierten Ausbildungsstätte, hin zum filmischen Mainstream. Ihre Favoritin für das Amt war die renommierte Kamerafrau und Hochschulprofessorin Sophie Maintigneux, die es – ebenso wie der österreichische Filmregisseur Julian Pölsler – per Bewerbungsverfahren in die Endrunde geschafft hatte und sich im Dezember dem Kuratorium vorstellte. Dieses entschied für Pölsler, der trat den Job aber dann doch nicht an. Die Gründe dafür sind unklar. Stattdessen brachte das Kuratorium überraschend Ralph Schwingel ins Spiel.

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