Regisseur und Schauspieler : Til Schweiger will Film über Flüchtlinge drehen

Deutschlands erfolgreichster Filmemacher Til Schweiger wollte ein Flüchtlingsheim bauen - was nun doch nicht geschieht. Jetzt überlegt der hoch Engagierte, einen Film über Flüchtlinge zu drehen.

Selfie mit Promi: Til Schweiger (l) und der Bewohner eines Flüchtlingshauses in Osnabrück, Ende September.
Selfie mit Promi: Til Schweiger (l) und der Bewohner eines Flüchtlingshauses in Osnabrück, Ende September.Foto: dpa

Der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger will einen Film über das Schicksal von Flüchtlingen drehen. „Wir sind dabei, einen Film um das Thema Flüchtlinge zu entwickeln“, sagte Schweiger dem Berliner Umwelt-Magazin „Zeozwei“, das in seiner Dezember-Ausgabe ein Interview mit Deutschlands erfolgreichstem Filmemacher druckt. Darin äußert sich Schweiger auch über die teils heftigen, auch hämischen Reaktionen auf sein Engagement für Flüchtlinge seit dem Spätsommer.

Schweiger löste mit seinem Engagement für Flüchtlinge heftige Debatten aus

Sein Projekt, so Schweiger, solle ein Unterhaltungsfilm werden, kein didaktischer Film. „Weil der nur Leute erreicht, die du nicht mehr überzeugen musst." Schweigers letzter Film, der Kassenerfolg „Honig im Kopf“ mit Dieter Hallervorden als demenzkrankem Großvater, soll dabei als Vorbild dienen. „Der Film nimmt den Zuschauer ein bisschen an die Hand und eröffnet ihm Dinge über diese Krankheit. Ähnlich müsste ein Flüchtlingsfilm sein“.

Mehr könne er noch nicht sagen - „da ich nicht weiß, ob das wirklich so gut wird, wie wir uns das vorstellen“, sagte Schweiger, der zuletzt mit der Gründung einer Stiftung für den Bau eines Flüchtlingsheims von sich reden machte.

Nach Streitereien auf Facebook über das Engagement von Künstlern für Flüchtlinge hatte sich Schweiger unter anderem mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius getroffen, um seine Stiftung in die Wege zu leiten,in zahlreichen Medienauftritten hatte er dafür geworben. Nach der Gründung der Stiftung ist seit November jedoch klar, dass mit den eingegangenen Spendengeldern doch kein "Vorzeig-Flüchtlingsheim" (Schweiger) errichtet wird, sondern vorhandene oder ohnehin geplante Einrichtungen unterstützt werden, etwa die Entstehung einer Erstaufnahme-Einrichtung in Osnabrück. (TSP mit dpa)

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