Robert Plant, Kelela, Gisbert zu Knyphausen : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier Popkritiker/-innen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit Robert Plant, Gisbert zu Knyphausen, Kelela und Curtis Harding.

Rock-Ikone. Robert Plant war bis 1980 Leadsänger von Led Zeppelin.
Rock-Ikone. Robert Plant war bis 1980 Leadsänger von Led Zeppelin.Foto: Mads Perch / Warner

Robert Plant: Carry Fire (Warner)

Berufsjugendlichkeit ist für Robert Plant kein erstrebenswertes Konzept. Er erforscht die Wurzeln von Rock, Folk, Blues und wird dabei auf sehr natürliche Weise älter. Auf „Carry Fire“ fleht, haucht und juchzt er sich durch arabische, afrikanische, keltische und amerikanische Motive, die er mit aufrichtiger Liebe und tiefer Kenntnis zu einem Hybrid verdichtet. Torsten Groß, Moderator

Gisbert zu Knyphausen: Das Licht dieser Welt (PIAS)

Nach dem plötzlichen Tod seines Weggefährten Nils Koppruch, mit dem er in dem Projekt Kid Kopphausen spielte, zog sich Liedermacher Gisbert zu Knyphausen zurück. Sieben Jahre nach dem letzten Album schlägt der Melancholie-Meister nun hellere Töne an, singt sogar zwei englische Songs – und entdeckt den Bandsound für sich. Ariana Zustra, Musikjournalistin

Kelela: Take Me Apart (Wrap)

Auf ihrem Debüt verrührt die US-Amerikanerin Kelela das Erbe von Jazz und Gospel mit dem Zeitgeist der Clubs – und schafft so einen Soul-Entwurf für das Glasfaser-Zeitalter. Mal bestimmt, mal verletzlich dekliniert Kelela darauf ihr Liebesleben durch. Und ja, dabei geht es hauptsächlich um Sex. Ihr Debüt ist ein Meilenstein zeitgenössischen Souls – und auf seine eigene Art höchst politisch. Dennis Pohl, Spex

Curtis Harding: Face Your Fear (Anti/Indigo)

Früher war Curtis Harding Backgroundsänger bei CeeLo Green, jetzt hat er zusammen mit dessen Gnarls-Barkley-Partner Danger Mouse und Sam Cohen den Nachfolger seines starken Debüts von 2014 aufgenommen. Sound und Arrangements sind etwas ausgefeilter, doch insgesamt bleibt Harding seiner klassischen Soul-Linie treu. Nadine Lange, Tagesspiegel

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