Irrer Größen-Wahnsinn! : Mehdorn sagte Job bei Wahnsinn!-Redaktion ab, um für BER zu arbeiten

Schock in der Redaktion der Satirerubrik des Tagesspiegels: Mehdorn hat den Posten als Chefredakteur abgelehnt, um sich dem größten Satireprojekt zu widmen: dem BER. Wir verööfentlichen exklusiv Interna.

Hartmut Mehdorn hat überraschend den Chefsatiriker-Posten bei der Redaktion des Wahnsinn! abglehnt.
Hartmut Mehdorn hat überraschend den Chefsatiriker-Posten bei der Redaktion des Wahnsinn! abglehnt.Foto: dpa

Verehrte Leser,

 Sie kennen und schätzen die Wahnsinn!-Redaktion als seriöse, diskrete und zurückhaltende Nachrichtenverhinderer. Entgegen unserer sonstigen Grundsätze, aktuelles Zeitgeschehen unkommentiert an uns vorüberziehen zu lassen, sehen wir uns gezwungen, angesichts der Ernennung von Hartmut Mehdorn zum BER-Chef brisante Interna zu veröffentlichen:

Uns liegen Dokumente vor, die belegen, dass Mehdorn bereits die Zusage erteilt hatte, neuer Satirechef beim Wahnsinn! zu werden!

Der frühere Bahn- und Air-Berlin-Chef sollte in der Redaktion gegen Themenplanungspannen, ständig verspätete Pointen, geschmackliche Entgleisungen und Mängel im Funschutz vorgehen sowie endlich die Zotenquote im Vorstand einführen.

 Stattdessen erreichte uns kurz vor Mehdorns Dienstantritt am 1. April folgendes Schreiben:

„Sehr geehrte Wahnsinns!-Redaktion, liebe Spinner,

ich muss Ihnen mitteilen, dass ich die vereinbarte Stelle bei Ihnen nicht antreten kann. Ich habe kurzfristig das Angebot erhalten, am größten Satireprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik leitend mitzuarbeiten. Aus demselben Grund musste ich leider auch schwarzen Rauch an die Vatikan-Konklave faxen.

Ich glaube, dass ich beim Berliner Flughafen mein Lebenswerk, deutsche Institutionen und Unternehmen der Lächerlichkeit preiszugeben, vollenden kann. Zugeben, Herr Platzeck und Herr Wowereit haben da schon herrvorragende Arbeit geleistet. Aber ein Rest Glaubwürdigkeit bleibt leider immer noch. Ich kann nicht zaubern, aber ich traue mir zu, Vertrauen zu demolieren.

Ich habe bereits Pläne, den neuen Flughafen mit unterirdischen Pisten auszustatten, um das Nachtflugverbot zu umgehen. Dafür müssten lediglich 1300 Meter der East Side Gallery weichen. Bespitzelung der Mitarbeiter ist nicht von mir zu befürchten, es arbeitet ja niemand in der Bauruine. Auch, dass jeden Tag leere Züge dort hin und zurück fahren, schreckt mich nicht. Das bin ich von vorherigen Jobs gewohnt…“

 Undsoweiterundsofort, wir wollen Ihnen, liebe Lesern, und uns die weiteren zügellosen Zoten, die Herr Mehdorn uns über 38 Seiten schrieb, ersparen. Auch, aus Trauer darüber, welch großer Satiriker unserer Redaktion verloren geht. (LdR)  

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