"Stairway to Heaven" : Led Zeppelin gewinnt Plagiatsprozess

In den Annalen des Rock ist die Gitarrenmelodie von „Stairway to Heaven“ für immer aufbewahrt. Den Vorwurf, der Klassiker sei abgekupfert, hat die Band juristisch nun aus dem Weg geräumt.

John Paul Jones, Robert Plant und Jimmy Page, Mitglieder der Rockband Led Zeppelin, auf einem Archivbild von 2012.
John Paul Jones, Robert Plant und Jimmy Page, Mitglieder der Rockband Led Zeppelin, auf einem Archivbild von 2012.Foto: dpa

Im Plagiatsprozess um die Rock-Hymne „Stairway to Heaven“ hat die angeklagte Band Led Zeppelin einen Erfolg errungen. Sänger Robert Plant und Gitarrist Jimmy Page kupferten nicht vom angeblichen Plagiatsvorbild „Taurus“ der Band Spirit ab, entschied eine Jury am Donnerstag in Los Angeles US-Medienberichten zufolge.

Für ihre Entscheidung über den 1971 veröffentlichten Hit benötigten die Geschworenen weniger als einen Tag und offenbar keine langen Diskussionen. Led Zeppelin habe zwar Zugang zu „Taurus“ gehabt, den Song also gekannt. Es gebe aber keine maßgeblichen Ähnlichkeiten der beiden Titel, berichtete der „Hollywood Reporter“ aus dem Gericht über die Entscheidung.

Mit dem Sieg behalten Plant und Page recht, die ausgesagt hatten, den Song allein geschrieben zu haben. Die musikalischen Elemente, die auch bei „Taurus“ auftauchen, seien in westlicher Musik seit Jahrhunderten übliche Bausteine. Für Mick Skidmore, Nachlassverwalter des verstorbenen Spirit-Gitarristen Randy Wolfe, ist die Entscheidung dagegen eine bittere Niederlage.

Traurig und enttäuscht

„Wir sind traurig und enttäuscht, aber müssen die Entscheidung der Jury natürlich respektieren“, sagte Skidmores Anwalt Francis Malofiy der Nachrichtenwebsite „The Wrap“ zufolge. Für Skidmore und seinen Anwalt schien der Kampf fast aussichtslos: Gitarrist Wolfe war 1997 relativ unbekannt verstorben, während die Angeklagten samt ihres Hits zu den bekanntesten Ikonen der Rockgeschichte zählen.

Weil bis 1976 nur Noten von Stücken urheberrechtlich geschützt waren und nicht Originalaufnahmen, ließ Richter Gary Klausner im Prozess auch keine Aufnahmen zu. Musikwissenschaftler spielten den Geschworenen die Stücke vom Blatt ab, zu hören bekam die Jury „Stairway to Heaven“ und „Taurus“ im Original aber nicht.

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Skidmore hatte erreichen wollen, dass Wolfe im Songwriting von „Stairway to Heaven“ genannt wird, um in Zukunft mit an den Lizenzgebühren zu verdienen. Die mit dem Song verdienten Millionen bleiben mit der Entscheidung weiter in den Händen von Led Zeppelin. Gegen die Band hatte es schon früher Plagiatsvorwürfe gegeben, unter anderem beim Hit „Whole Lotta Love“. Es kam jeweils zu außergerichtlichen Einigungen. (dpa)

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