Sundance Film Festival : „Axolotl Overkill“ gewinnt in Sundance einen Kamerapreis

Kritik an Trump und ein Preis für Helene Hegemanns Romanverfilmung „Axolotl Overkill“ beim Abschluss des Filmfestivals von Sundance.

Das "Axolotl Overkill"-Team mit Arly Jover, Jasna Fritzi Bauer, Mavie Hörbiger und Helene Hegemann.
Das "Axolotl Overkill"-Team mit Arly Jover, Jasna Fritzi Bauer, Mavie Hörbiger und Helene Hegemann.Foto: Constantin Film Verleih GmbH / Mathias Bothor

Beim amerikanischen Filmfestival in Sundance hat der deutsche Film „Axolotl Overkill“ einen Kamerapreis gewonnen. Die Produktion waren unter den gut zwei Dutzend Gewinnern, die in der Nacht zum Sonntag in Park City im US-Bundesstaat Utah ausgezeichnet wurden. Während der Preisverleihung wurde immer wieder Kritik an den Einreisebeschränkungen von US-Präsident Donald Trump laut.

Die Exekutivdirektorin des Sundance Instituts, Keri Putnam, sagte in ihrer Rede: „Wir wissen, dass mit der Schließung unserer Grenzen (...) für internationale Künstler auch der Fluss von Ideen und Inspirationen stoppt, der so lebenswichtig ist für die globale Gemeinschaft.“

Der Belgier Manu Dacosse erhielt den Cinematographie-Preis für seine Kameraführung in „Axolotl Overkill“. Der Film nach dem Buch und unter der Regie von Helene Hegemann verfolgt den Abstieg der jungen Mifti, gespielt von Jasna Fritzi Bauer, in die Berliner Techno- und Drogenszene. Er soll Ende Juni ins Kino kommen.

Zur besten Doku aus den USA kürte die Große Jury „Dina“

Ein weiterer Cinematographie-Preis ging an Rodrigo Trejo Villanueva, den Kameramann der von Indien, Deutschland und Finnland koproduzierten Dokumentation „Machines“. Sie handelt von dem Alltag in einer gigantischen Textilfabrik im indischen Gujarat.

Der Film „The Nile Hilton Incident“ brachte dem Team von deutschen, schwedischen und dänischen Filmemachern einen der höchsten Drama-Preise ein. Er beleuchtet einen Mordfall im Jahr 2011, der den Verdacht von Kairos Polizei auf den inneren Kreis des damaligen ägyptischen Präsidenten lenkt.
Zur besten Dokumentation aus den USA kürte die Große Jury „Dina“. Der Film schaut auf die unkonventionelle Liebesbeziehung zwischen einer exzentrischen Vorstadtfrau und dem Türvorsteher eines Billigkaufhauses.

Der Siegerfilm handelt von einer depressiven Frau

Den Hauptpreis gewann „I Don't Feel at Home in this World Anymore“, ein Werk des Amerikaners Macon Blair, in dem eine depressive Frau mit ihrer Jagd auf Einbrecher einen neuen Lebensinhalt findet.

Das von Hollywoodstar Robert Redford gegründete Festival in dem Wintersportort Park City hatte in zehn Tagen 119 Spielfilme und Dokus sowie Kurzfilme vorgestellt. Es ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme. (dpa)

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